„Die Nachtfalter“: vermutlich die erste Landecker Tanzkapelle
9. September 2025 | von
Daniel Haueis
Foto Friedle
Gegen Ende der 1920er-Jahre hat sich die Gruppe „Die Nachtfalter“ in Landeck formiert. Sie waren vermutlich die erste Landecker Tanzkapelle und traten im ganzen Bezirk auf. Als Flügelhornist fungierte Albert Wachter (1902–1984), der zuerst bei der Musikkapelle Stanz, dann bei der Arbeitermusikkapelle und der Eisenbahnermusikkapelle in Landeck spielte und schließlich eines der Gründungsmitglieder der Musikkapelle Perjen im Jahr 1926 war. Gelegentlich hat er auch bei der Zammer Kapelle Frisch-Auf ausgeholfen. Außerdem mit dabei: Josef Borgogno (Akkordeon), der nach 1945 eine eigene Band gegründet hat. Dietmar Wachter, ein Enkel von Albert Wachter, kennt noch einige Erzählungen aus den 1930ern – etwa als man nach der Arbeit mit Fahrrädern samt Instrumenten ins Kaunertal gefahren ist und dort zum Tanz aufgespielt hat, am nächsten Tag ging es dann mit dem Rad weiter nach Serfaus, wo man ein Frühschoppenkonzert spielte. „Die Nachfalter“ waren auch nach dem Zweiten Weltkrieg noch aktiv: in einer behördlichen Erhebung im Jahr 1949 wird die Band erwähnt, als Leiter wird dabei Josef Borgogno genannt. Das Bild der Band im Nussbaumgarten (Foto Friedle) zeigt Albert Wachter, Zweiter von links; die restlichen Musiker waren Albert Fantin (Schlagzeug), Josef Borgogno (Akkordeon), Oskar Traxl (Posaune) und vermutlich Klug (Klarinette); Foto: Friedle
Dieser Beitrag stammt aus dem Buch „Vom Meisterjodler zu Heavy Metal“ von Manfred Jenewein. Es kostet 25 Euro und ist in der Tyrolia, im Grissemann oder bei manfred.jenewein@aon.at erhältlich.
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