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Landeck | So war es früher | 22. August 2022 | Attila Haidegger

So war es früher – Ausgabe Landeck (KW-34-22)

So war es früher – Ausgabe Landeck (KW-34-22)
Foto: Aus der Sammlung von OSR Engelbert Mathoy, Zirl
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Josef Mathoy Ischgl Musikkapelle Ischgl
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Die „Josef Mathoy-Gedenktafel“ im Ischgler Friedhof. Eine herausragende Ischgler Persönlichkeit war der aus Pians stammende Lehrer und „Multifunktionär“ Josef Mathoy (1863 – 1942): 35 Jahre Schulleiter, 48 Jahre Organist, 30 Jahre Kapellmeister (1901 Wiedergründer der Musikkapelle), Chorleiter, langjähriger Mesner, Initiator und Obmann des 1905 gegründeten Braunviehzuchtvereines, war auch Bauer und Imker, Mitbegründer und Zahlmeister der Raiffeisenkasse (1911), 1929 Gründungsmitglied und Schriftführer des Fremdenverkehrsvereines.
„Zum Danke für sein langjähriges erfolgreiches Wirken auf dem Gebiete der Schule, der Musik und der öffentlichen Verwaltung“ verlieh ihm die Gemeinde Ischgl im November 1923 die Ehrenbürgerschaft. Auch von Bischof Dr. Sigismund Waitz und von Landeshauptmann Dr. Franz Stumpf wurde er für sein pflichteifriges Wirken ausgezeichnet. Die Musikkapelle ernannte ihn am „Hochfrauentag“ 1930 zu ihrem Ehrenkapellmeis-ter. Im Jahre 1946 setzte ihm sein Sohn Max – damals Schulleiter in Karrösten – ein Denkmal. Er ließ im Ischgler Friedhof bei der Mathoy-Grabstätte, rechts neben dem Kirchenportal, eine Gedenktafel im Stile der alten Grabkreuze an der Kichenmauer anbringen. Schlossermeister Johann Schatz aus Karres versah ein flaches, mit zwei Türchen zu öffnendes Blechkästchen mit barocken Verzierungen. Max Mathoy beauftragte den akad. Maler Franz Krautgasser aus Hall, die Innenseite der Kästchenrückwand mit einem Ölporträt seines Vaters in „Ischgler Musigtracht“ und einem originellen, von ihm verfassten Text zu gestalten.

1963 fand eine seitengroße Abbildung der gediegenen Gedenktafel Aufnahme in dem von Prof. Wolfgang Pfaundler redigierten und illustrierten „Tiroler Jungbürgerbuch“. Dadurch wurde Josef Mathoy posthum auch übers Paznaun hinaus bekannt.

Text: Josef Walser, Landeck, 2007 und 2022
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