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Landeck | Sport | 9. November 2020 | von Albert Unterbirker

„Da war ich echt baff“

„Da war ich echt baff“
Rene Eckhart hat beim Setup umgestellt, nämlich den Bindungswinkel – nun kann er noch bessere Radien ziehen. RS-Foto: Unterpirker
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Rene Eckhart als Behinderten-Sportler des Jahres nominiert

Rene Eckhart ist ein leidenschaftlicher ÖSV-Para-Snowboarder. Seit Geburt fehlt ihm der linke Schienbeinknochen, im Alter von neun Monaten wurde er deshalb amputiert. Mittlerweile startet der 33-Jährige in seine siebente Weltcup-Saison. Aufgrund seiner tollen Leistungen wurde der Kaunertaler nun als österreichischer Behindertensportler des Jahres nominiert – eine Top-Auszeichnung.
Wer Rene Eckhart kennt, weiß, dass dieser Mann alles akribisch macht. Der Selfmade-Man aus dem Kaunertal hat sich zu einem echten Aushängeschild in Sachen Para-Snowboarding hinaufgearbeitet und hält in diesem Bereich die rot-weiß-roten Farben hoch. Derzeit bereitet sich Eckhart auf seine siebente Weltcup-Saison und die Weltmeisterschaft im norwegischen Lillehammer vor – und zwar am Kaunertaler und Pitztaler Gletscher. Dabei macht der sympathische Top-Sportler eine neue Erfahrung durch, trainiert er doch heuer erstmals mit dem Snowboard-Team Austria SBX WC/EC, wo auch Gesamtweltcup-Sieger Alessandro Hämmerle mit von der Partie ist. Neben dieser einzigartigen Konstellation hat Eckhart kürzlich auch eine Meldung ziemlich aus dem Häuschen gebracht. „Als ich erfahren habe, dass ich als österreichischer Behindertensportler des Jahres nominiert wurde, war ich echt baff“, erzählt der Kaunertaler beim RUNDSCHAU-Gespräch. „Ich bin voll happy über diese Nominierung, und ich hoffe, dass ich unter den Top 5 dann als Sieger hervorgehe.“ Aber nicht nur deshalb ist die Freude bei Eckhart groß. „Ich kann die nun besseren Trainingsmöglichkeiten beim Snowboard-Team Austria super nutzen und dort mit ausgebildeten Trainern und einem starken Team trainieren.“

PERFEKT. Nicht nur am Kaunertaler Gletscher, quasi seinem Hausberg, findet er optimale Bedingungen vor, auch am Pitztaler Gletscher ist das so. „Dort gibt es eine perfekt geshapte Boardercross-Strecke“, erzählt Eckhart. Indessen hofft er, dass trotz Corona-Pandemie die Weltcup-Saison (halbwegs) stattfinden kann. Obwohl schon einige Bewerbe den Virus-Maßnahmen zum Opfer fielen. So wurde der Weltcup-Auftakt in der Skihalle Landgraaf (NL) gecancelt, und auch die Rennen in Kanada wurden bereits abgesagt. Dafür ist nun ein Weltcup im Jänner in Flachauwinkl einge-plant – was eine Premiere in Österreich bei den Para-Snowboardern darstellen würde. „Das wäre dann irgendwie ein Heimrennen“, frohlockt Eckhart. Derzeit noch im Weltcup-Kalender drin sind u.a. die Rennen in Schweden und die WM in Lillehammer (beide im Jänner). Apropos: Um noch mehr an seiner Performance feilen zu können, hat er sich kürzlich beim Olympiazentrum Innsbruck um Aufnahme beworben. Im November soll dort entschieden werden, ob er dann am Stützpunkt trainieren darf. Das größte Highlight in der Karriere des Kaunertalers wäre die Olympiade in Peking 2022 – wobei das heurige Weltcup-Finale dort als Generalprobe geplant ist.
„Da war ich echt baff“
Perfekte Gletscherbedingungen für den Kaunertaler Foto: Snowboard Austria
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