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Landeck | Sport | 24. Mai 2021 | Daniel Haueis

„Gesprächsbereit werden wir immer sein“

„Gesprächsbereit werden wir immer sein“<br />
Mathias Niederbacher (SV Landeck, l.): es war eine grundsätzliche Abklärung. Herbert Falch (SV Zams): weiterhin auf der bisherigen guten Basis zusammenarbeiten. RS-Fotos: Archiv
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Talkessel-Spielgemeinschaft gibt es derzeit keine

Alle Jahre wieder, könnte es heißen, wenn es um Gerüchte geht, die eine Spielgemeinschaft zwischen den beiden Talkesselclubs SV Landeck und SV Zams andenken. Kürzlich tauchten erneut Hinweise auf, die über Spekulationen hinausgingen. Die RUNDSCHAU fragte nach.
Von Albert Unterpirker und Daniel Haueis

Der SV Landeck habe kürzlich bezüglich einer Kooperation (Spielgemeinschaft) angefragt, „aber wir haben das abgelehnt“, so Herbert Falch, Obmann des SV Luzian Bouvier Zams/Fußball, der anfügt: „Es wurde einstimmig abgelehnt.“ Was waren die Gründe für die Ablehnung dieses Ansuchens? „Als SV Zams sind wir ein Breitensportverein, und sind in erster Linie unserer Fußballjugend in Zams verpflichtet. In diesem Sinne haben wir u.a. auch die Aufgabe, entsprechende Jugendarbeit zu leisten.“ Als SV Zams führe man acht Nachwuchsmannschaften und eine Kampfmannschaft. „Wenn wir das alles zusammen betrachten: Beide Vereine miteinander haben 18 Nachwuchsmannschaften und jeweils eine Kampfmannschaft.“ Würde man nun diese beiden Vereine zusammenführen, wäre es in ein oder zwei Jahren wohl nur mehr die Hälfte. „Das ist gegenüber der Sportjugend, sowohl in Zams als auch in Landeck – sie machen ja auch eine gute Jugendarbeit – nicht zu verantworten“, so Falch. Gerüchten, dass nur er als Obmann und Walter Haid, sportlicher Leiter, gegen eine solche Spielgemeinschaft sind, möchte Falch entschieden entgegentreten. „Wir haben einen einstimmigen Vorstandsbeschluss!“ Apropos Kooperation: „Eine erfolgreiche Kampfmannschaft ist in der Vorbildwirkung für die Jugendspieler und bezüglich Publikumsinteresse sicher wichtig. Das Wichtigste ist, dass unser Verein funktioniert; da ist es nicht entscheidend, ob der Verein in der Regionalliga oder Gebietsliga spielt.“ Bedeutet das nun, dass es überhaupt nie eine Kooperation mit dem SV Landeck in irgendeiner Weise geben wird? „Nein, das heißt es nicht! Wir hatten ja zum Beispiel im Nachwuchsbereich mit einer U14 schon mit Schönwies/Mils eine Kooperation – und solche SPGs bei Nachwuchsmannschaften können bei Bedarf im Sinne der Fußballjugend auch mit dem SV Landeck organisiert werden.“ Außerdem funktioniere das Einvernehmen mit dem SV Landeck z.B. bei Spielertransfers im Nachwuchsbereich seit Jahren gut.“ Auf dieser Basis solle man auch weiterhin zusammenarbeiten. „Abschließend, bei einer gesunden Rivalität werden auch positive Energien frei und entwickelt. Auf solch engem Raum zwei so große und auch erfolgreiche Vereine zu haben – das spricht ja alles für diese beiden Vereine – da ist eine Spielgemeinschaft nicht zielführend, eher schade!“ PS: Der SV Zams hat bis zur Sommerpause noch zwei Nachtragsspiele vom Herbst nachzuholen und durfte am Mittwoch erstmals wieder im Mannschaftstraining ran. Zudem gibt es Trainingsspiele, u.a. am 29. Mai, 18 Uhr, gegen Prutz/Serfaus. „Die Vorfreude ist nun wirklich sehr groß“, weiß auch Walter Haid, sportlicher Leiter, zu berichten.

SV LANDECK. SV-Landeck-Obmann Mathias Niederbacher sieht das Nein aus Zams gelassen: „Wir haben mal angeklopft, es war eine grundsätzliche Abklärung“ – denn die Fusions-Idee gebe es rund alle fünf Jahre wieder. Eine Vereinigung habe immer Vor- und Nachteile, es könnten aber jedenfalls Synergien genutzt werden. Auch aus rein sportlicher Sicht dürfte ein Fusion einen Fortschritt darstellen. Der SV Landeck stehe derzeit aber gut da, sagt Niederbacher: „Wir haben zwei tolle Kampfmannschaften, auch ,Corona‘ gut überstanden.“ Gespräche über eine Zusammenarbeit im Nachwuchsbereich gebe es mit den Zammern schon, sagt Niederbacher. Den Beschluss des SV Zams gegen eine Fusion akzptiert man in Landeck natürlich, der SV Landeck werde diesbezüglich auch künftig gesprächsbereit sein, kündigt der Obmann an.
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