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Landeck | Sport | 1. Feber 2021 | Von Albert Unterpirker

„Unglaubliche Motivation für Nachwuchs“

„Unglaubliche Motivation für Nachwuchs“<br />
Josef Chodakowsky: „Die Reise für St. Anton geht weiter!“ RS-Foto: Unterpirker
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Junioren-Ski-WM 2023 in St. Anton als sportliches Signal

Im Mai dieses Jahres bekam St. Anton von der FIS die Junioren-Ski-WM 2023 zugesprochen. Nachdem Saalbach-Hinterglemm gegenüber St. Anton bei der WM-Vergabe für 2025 den Vortritt bekam, ist dies zumindest ein Teilerfolg für die Arlberger, die damit eine weitere Profilierungsmöglichkeit erhalten.
Von Albert Unterpirker

Obwohl die Ski-WM in St. Anton aus dem Jahr 2001 doch schon eine Zeit lang her ist, stellt sie für viele Einwohner, Oberländer und Tiroler noch immer eine unvergessliche Veranstaltung dar. Mit Mario Matt (Slalom) gab es auch einen Lokalmatador (Flirsch), der eine Goldmedaille erringen konnte. Benni Raich wurde Zweiter. Sogar der russische Präsident Wladimir Putin war gekommen, um der Weltmeisterschaft einen Besuch abzustatten. Insgesamt waren mehr als 350000 Zuschauer vor Ort. Nach dem nationalen Ausscheiden um den Kampf der Ski-WM 2025 gegen Saalbach-Hinterglemm (nun Ausrichter) gab es für die Arlberger im Mai dieses Jahres aber quasi ein zumindest nicht zu vernachlässigbares Goodie, bekam der Ort doch die Junioren-WM 2023 zugesprochen. „Zwar stellt die Junioren-Weltmeisterschaft 2023 keine große wirtschaftliche Komponente dar“, sagt SCA-Obmann St. Anton Peter Mall, „aber eine Junioren-WM im eigenen Ort, im eigenen Land zu haben, das ist eine unglaubliche Motivation für den eigenen Nachwuchs.“ Dabei ginge es nicht so sehr um eine Bettenauslastung, sondern mehr darum, dass den „jungen Athleten eine Bühne“ geboten werde. „Und für die Organisation der Arlberg Kandahar Rennen (9./10. Jänner 2021) ist es gut und notwendig, dass wir einfach auch in der Übung bleiben“, so Mall weiter. Vor habe man für 2023 einiges, was an Infrastruktur anstehen würde, „und was man für eine solche Veranstaltung adaptieren muss“. Da sei man permanent im Austausch mit Bund und Land, um zu sehen, wo angesetzt werden könnte. „Für uns ist die Vergabe der Junioren-WM 2023 ein schönes Signal für den Sport und ein klares Zeugnis, dass St. Anton am Arlberg den Rennsport lebt“, weiß der Obmann.

ZUKUNFT. Ist es hinsichtlich der Junioren-WM-Vergabe anzunehmen, dass man sich damit auch für eine weitere WM-Bewerbung leichter tun würde? „Natürlich“, nickt Mall, „das ist bei uns immer im Hinterkopf. Wir haben ja die interne Abstimmung gegen Saalbach verloren, aber für uns ist das kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken – sondern vielmehr in die Zukunft zu blicken.“ Nachsatz: „Wir würden uns freuen, wenn wir wieder Austragungsort einer alpinen Ski-WM sein könnten.“ In diesem Sinne passe eine Austragung einer Junioren-WM gut ins Bild. Von den im Jänner stattfindenden Kandahar-Rennen könne man sich klarerweise sowohl organisatorisch als auch strukturell (z.B. bei der Planung) etwas abschauen. „Das ist absolut so, und wir werden alle Möglichkeiten und Kräfte bündeln, um tolle Bewerbe veranstalten zu können!“ Die Junioren-WM 2023 soll im Anschluss an die Kandahar-Rennen eröffnet werden. Die Stimmung im Ort bezüglich der Junioren-WM sei gut, auch SCA-Präsident Josef Chodakowsky steht natürlich voll hinter diesem Projekt. „St. Anton ist groß geworden durch große Sportveranstaltungen“, blickt der Ski-Club-Präsident zurück, „der Höhepunkt war die WM im Jahr 2001. Selbstverständlich stehen wir hinter der Junioren-WM 2023, das ist ein sportlicher Stern der Zukunft – danach geht die Reise für St. Anton weiter.“ Derzeit trainieren über 150 Kinder und Jugendliche beim Ski-Club St. Anton, von St. Anton bis Lech. „Sie alle werden bestens betreut“, sagt Chodakowsky, „aber unsere Hauptaufgabe ist es nicht, Weltmeister zu produzieren, sondern Kinder zum Sport zu bringen.“ Nachsatz: „Selbstverständlich gilt allerdings auch: Wenn es Kinder gibt, die mehr wollen, die sich für mehr interessieren, dann werden diese speziell von uns gefördert. Aber die Freude am Sport und in der Natur steht im Vordergrund.“
 
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