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Landeck | Sport | 7. Juni 2021 | Von Benno Flatschacher

„Zwei Elfmeter haben wir“

„Zwei Elfmeter haben wir“
Die Prutzer Kicker (rot) spielen um den Aufstieg in die Tiroler Liga (eine Szene aus dem Derby in Landeck). RS-Foto: Flatschacher
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Landeck  Von Benno Flatschacher
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Den Prutzern winkt die Tiroler Liga – FC Paznaun steuert Gebietsliga an

Der 12. Juni 2021 könnte in die Annalen der Vereinsgeschichte eingehen: Seit 2015 ist die Spielgemeinschaft Prutz/Serfaus fixer Bestandteil der Landesliga, nun eröffnet sich wohl eine einmalige Chance zur Teilnahme an der Tiroler Liga. Neben den Prutzern hat ein zweiter Verein aus dem Bezirk -Landeck die Möglichkeit, in die nächsthöhere Klasse aufzusteigen. Zwei Siege aus drei ausständigen Runden, und der FC Paznaun kickt in der Saison 2021/22 in der Gebietsliga West.
Von Benno Flatschacher

Nachdem es die Corona-Lockerungen ermöglichten, hat sich der Tiroler Fußballverband (TFV) entschlossen, ausständige Herbstrunden der einzelnen Ligen nachzuholen, um die im Herbst beschlossene Wertung der Meisterschaft 2020/21 durchzuführen. Stand der Dinge ist, dass es aus den beiden Landesligen drei Aufsteiger in die Tiroler Liga geben wird. Mittendrin, statt nur dabei: die derzeit zweitplatzierte Mannschaft des Prutz/Serfaus-Trainers Alexander „Alex“ Kregar.

„… BEKOMMT MAN NICHT OFT“. Kommenden Samstag also findet das wichtigste Match der SPG-Kicker um ihren Kapitän und routinierten Keeper Sandbichler dieser außergewöhnlichen Meisterschaft statt – auswärts beim SV Thaur (7.)! Mitte Oktober 2020 konnte das Spiel nicht ausgetragen werden. Wie gehen die Obergrichter damit um? Der aufstiegserprobte (vor Jahren mit Schönwies) Prutzer Coach gesteht: „Sich darauf vorzubereiten, einzustellen, das war schon ziemlich nervig. Zuerst Einzeltrainings, dann volles Training, Vorbereitungsmatches, natürlich alles mit Corona-Tests“, schildert er. „Aber natürlich sind wir froh, dass es jetzt so ist. Denn so eine Chance bekommt man nicht oft, bestimmt nicht zehnmal im Leben.“

DIE „ZWEI ELFMETER“. Schon mit einem 1:0-Sieg beim Mittelständler würden die Prutzer (28 Punkte, TV: 39:12) am IAC (31 Punkte, TV: 38:10) dank der mehr geschossenen Tore vorbeiziehen. „Es ist grundsätzlich gut zu wissen, dass man siegen muss“, hält der Coach mal fest. „Natürlich geht es nicht um das letzte Risiko von der ersten Minute an, sondern dass wir von Anfang an das Spiel in die Hand nehmen, so wie wir es auch im vergangenen Herbst immer anlegten.“ Etwas Stirnrunzeln macht ihm, „dass ich noch nicht den letzten ‚Punch‘ in der Truppe sehe, spüre, das ‚über die eigenen Grenzen‘ Hinausgehen …“ Er ist aber überzeugt, „dass die Jungs erkennen, welche Chance da vor ihnen liegt, dieser Funke überspringt, um die letzten Prozente aus sich herauszukitzeln. Dann werden wir den ersten Matchball, den ersten Elfmeter verwerten!“ Denn: Sollte es in Thaur nicht klappen, liegt der „zweite Elfmeter“ bereit – Relegation mit dem Zweiten der Landesliga Ost. Da streiten sich noch drei Mannschaften …

FC PAZNAUN HAT GROSSES ZIEL. Der Corona-bedingte Meisterschaftsabbruch im vergangenen Herbst bedeutete auch ein abruptes Ende eines tollen Paznauner Laufes – vier Siege hintereinander. „Da waren wir richtig im Flow“, erinnert sich FCP-Coach Benjamin „Benni“ Köll. So überwinterte man mit 22 Punkten (TV: +16) aus 10 Spielen auf Rang sechs, mit allen Chancen, einen Aufstiegsplatz zu erreichen.

„LÄSSIG, DAS VOR AUGEN ZU HABEN“. Und nach den erfolgten Lockerungen seit 19. Mai „ist es echt lässig, dieses unser großes Ziel vor Augen zu haben“, freut sich der Coach. Seitdem arbeiten seine Jungs („Sie sind Feuer und Flamme“) dreimal die Woche daran. „Jeder Einzelne weiß um diese große Chance. Die hat es im Paznaun noch nie gegeben. Und wenn wir unsere Leistung des Herbstes abrufen können, bin ich guter Dinge, ja felsenfest überzeugt, dass wir es schaffen.“ Nicht nur für die Kicker und den Verein, auch für ihn, der den FC Paznaun als Neo-Coach im Sommer 2020 übernahm, „wäre es eine super Sache“. Ein großer Vorteil ist, dass die ersten zwei Matches Heimspiele sind, und damit Kapitän Pfeifer & Co ihre bekannte Heimstärke (drei Siege, ein Remis, bei einer Herbstniederlage) ausspielen können. Mit zwei Siegen in See gegen den Letzten Zirl II und Al-drans (9.) hätten sie den Tabellenzweiten, SV Sölden (28 Punkte, TV: +16), dank dem besseren Torverhältnis abgefangen und den zweiten Aufstiegsrang inne. Sogar der Meistertitel (letztes Match in Navis) wäre möglich. Jedenfalls hat der Vereinsvorstand schon mal das Spiel am Samstag (Anpfiff: 18 Uhr) behördlich angemeldet, um so viele Fans wie möglich (75% von 300) empfangen zu können. „Die werden uns super unterstützen, keine Frage“, ist die Vorfreude des Trainers darauf groß.
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