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Landeck | Wirtschaft | 24. Mai 2022 | Daniel Haueis

„Dädalus22“

„Dädalus22“<br />
Ein Bundesheer-Pilot in Alarmbereitschaft – diese Woche auch für den Bezirk Landeck Foto: Bundesheer
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Bezirk: Weltwirtschaftsforum Davos erfordert Militäreinsatz

Wenn das Weltwirtschaftsforum in Davos stattfindet, ist der Bezirk Landeck eine sensible Zone: Das Österreichische Bundesheer sichert den Luftraum, der teilweise Flugverbotszone ist.
Von Daniel Haueis

Die Luftstreitkräfte des Bundesheeres sichern anlässlich des Weltwirtschaftsforums von 22. bis 26. Mai in Davos den Luftraum in Westösterreich – aufgrund der Grenznähe des Tagungsortes hat die Schweiz auch heuer darum ersucht. Teile Vorarlbergs und Tirols wurden zum Flugbeschränkungsgebiet; im Bezirk Landeck sind in etwa das Paznaun und das Stanzertal betroffen. 30 Flugzeuge (auch Eurofighter) und zehn Hubschrauber werden für den Schutz vor Gefahren aus der Luft eingesetzt. Möglich sind auch Verfolgungsflüge über die Staatsgrenze, da gegenseitige Einfluggenehmigungen erteilt wurden (ein Waffengebrauch im benachbarten Luftraum ist jedoch nicht erlaubt). Die Wahl des Mittels richtet sich dabei nach der Geschwindigkeit und der Flughöhe jenes Luftfahrzeuges, das die Flugverbotszone verletzt. Während der Aktion „Dädalus22“ werden Flugzeuge in Innsbruck und Hubschrauber des Typs Bell OH58 „Kiowa“ in der Pontlatzkaserne stationiert.

RADARANLAGEN IN -ISCHGL UND TELFS. Zur lückenlosen Luftraumüberwachung werden zudem das System „Goldhaube“ und mobile Radaranlagen und Luftraumbeobachter verwendet. „Damit kann die Beobachtung vor allem in den Tiroler Seitentälern verbessert werden“, berichtet Presseoffizier Major Mag.(FH) Christoph Seidner. Die mobilen Radaranlagen kommen in Telfs und Ischgl zum Einsatz und werden rund um die Uhr von Soldaten bewacht (es besteht ein Platzverbot – der Bereich rund um die Anlagen darf nicht betreten werden). Bei „Dädalus22“ stehen mehr als 1000 Soldaten im Einsatz. „Damit Großveranstaltungen überhaupt stattfinden können, ist es notwendig, für die Sicherheit der Veranstaltungsteilnehmer, aber auch der örtlichen Bevölkerung zu sorgen. Dies sowohl am Boden als auch in der Luft. Mit der Luftraumsicherungsoperation ‚Dädalus22‘ beweisen die österreichischen Luftstreitkräfte, in Zusammenarbeit mit ihren Schweizer Kameraden, die hohe Kompetenz bei der Durchführung dieses grenzüberschreitenden Einsatzes“, lobte Verteidigungsminis-terin Klaudia Tanner ihre Soldaten bereits im Vorfeld.
„Dädalus22“<br />
Mobile Radars zur Erfassung von Tieffliegern ergänzen den vom Bundesheer aufgespannten Schutzschirm. Foto: Bundesheer
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