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Landeck | Wirtschaft | 1. März 2021 | Daniel Haueis

Das Oberland ist dabei

Das Oberland ist dabei<br />
LH Günther Platter und LH-Stv. Ingrid Felipe freuten sich gemeinsam mit BM Leonore Gewessler und ÖBB-CEO Andreas Matthä, die über Video zugeschaltet waren, über den „Tiroler Vertrag 2“. Foto: Land Tirol/G. Berger
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ÖBB zweigleisiger Ausbau Tiroler Vertrag
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Land unterzeichnet Infrastrukturvertrag mit den ÖBB

Der sogenannte „Tiroler Vertrag 2“ ist auf Schiene. Darin haben sich Bund, Land und ÖBB auch auf einige Projekte im Oberland geeinigt – etwa den zweigleisigen Ausbau zwischen Ötztal und Zams oder Maßnahmen an den Bahnhöfen Schönwies und Landeck-Zams.
Von Daniel Haueis

BM Leonore Gewessler, LH Günther Platter und LH-Stv. Ingrid Felipe präsentierten mit ÖBB-Vorstandsvorsitzendem Andreas Matthä den „Tiroler Vertrag 2“, der die Schieneninfrastrukturvorhaben der kommenden Jahre in Tirol enthält. 240 Millionen Euro an Investition sind vorgesehen, 55 Millionen Euro beträgt der Landesanteil; hinzu kommen Gemeindebeiträge, die u.a. Park&Ride-Anlagen mitzufinanzieren haben. Entlang dem 460 Kilometer langen Streckennetz in Tirol werden in den nächsten zehn Jahren 1500 neue Park+Ride- sowie 1600 Bike+Ride-Plätze neu geschaffen. In der Planung kommt auch der Bahnhof Landeck-Zams vor, dessen Parkplatz bekanntlich seit Jahren mehr als ausgelastet ist. „Dies ist wichtig, um durchgängige Mobilitätsketten zu ermöglichen“, betonen LH Platter und LH-Stv. Felipe – in „Landeck-Zams“ soll ein Parkdeck errichtet werden. Auch am Bahnhof Schönwies werden neue Parkplätze gebaut – dort geschieht aber noch mehr: Es werden auch Bike&Ride-Plätze geschaffen, der Vorplatz erneuert und der Bahnhof umgebaut. ÖBB-Chef Matthä hat Schönwies, wo deutlich mehr als zehn Millionen Euro investiert werden sollen, in der Pressekonferenz sogar namentlich erwähnt.

AUSBAU DER ARLBERGSTRECKE. Neben Investitionen sind im „Tiroler Vertrag 2“ die Ausarbeitung konkreter Ziele und Maßnahmenpakete für ein bedarfsgerechtes Mobilitätsangebot in Tirol vereinbart. „Damit soll die Kapazitätssteigerung in Form des abschnittsweisen zweigleisigen Ausbaus auf der Arlbergstrecke … erhoben und umgesetzt werden“, teilt das Land mit. Geplant sind bekanntlich zwei Maßnahmen zwischen Ötztal-Bahnhof und Zams, die die Kapazität auf der Arlbergstrecke steigern, etwa die Fahrzeit von Inns-bruck nach Landeck um acht Minuten verkürzen und mehr Zughalte ermöglichen. Ekkehard Allinger-Csollich, Leiter Abteilung Verkehrsplanung des Landes, rechnet damit, dass sich das vielleicht schon 2030 ausgehen könnte, vielleicht auch erst ein, zwei Jahre später. BM Leo-nore Gewessler erklärt, dass für die Arlbergstrecke bereits im Rahmenplan vorgesorgt wurde, Vorarbeiten wurden bereits geleistet – nun werde weitergearbeitet. LH Günther Platter erinnert sich an seine Anfänge in der Bundespolitik: Ende der 1990er-Jahre bereits haben er (VP) und der damalige SP-NR Walter Guggenberger den zweigleisigen Ausbau gefordert. „Das wird seit Jahren immer wieder diskutiert“, so Platter, der die ÖBB um einen klaren Fahrplan bittet. ÖBB-Chef Matthä bezeichnet diesen Ausbau als nötig, bittet aber um Verständnis, dass es noch keinen genauen Zeitplan gibt: Erst ist zu planen, dann sind Übereinkommen mit den Gemeinden zu treffen, ehe die Baumaschinen auffahren können.

SONDERPROJEKTE. „Das Land Tirol bekennt sich klar zum Bahnausbau in Tirol, insbesondere im Oberland“, sagen LH Günther Platter und VP-Bezirksobmann LA Toni Mattle. Mit dem Schienen-Alpen-Kreuz über den Reschenpass setzt das Land beim Bahnausbau auch auf überregionale Bahnverbindungen. Der Startschuss für diese Projektarbeitsgruppe erfolgte im August des vergangenen Jahres. „Wir brauchen ein Gesamtkonzept mit deutlichen Verbesserungen und Anbindungen an das internationale Bahnnetz. Der Bezirk Landeck nimmt hier eine besondere Rolle ein“, so Platter und Mattle. Der Verkehrsknotenpunkt Reschen (Stichwort: Reschenbahn) oder ein Fernpassbahntunnel seien aber, so Platter, Sonderprojekte und langfris-tiger zu sehen – und auch separat zu finanzieren.
 
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