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Landeck | Wirtschaft | 15. Feber 2021 | Von Herbert Tiefenbacher

Entscheidung im März

Entscheidung im März<br />
Schlachtungen vor Ort stärken das Tierwohl – ein Argument das für regionale Schlachthöfe spricht. RS-Foto: Tiefenbacher
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Landeck  Von Herbert Tiefenbacher
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Fließ Bezirksschlachthof Bernhard Pircher
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Zwischenbericht Projekt „Bezirksschlachthof“ in Fließ

Die Organisation eines Vorhabens ist kein Wunschkonzert. Diese Erfahrung macht derzeit Projektentwickler Bernhard Pircher, der die Aufgabe hat, das Projekt der Modellregion Landeck für einen Bezirksschlachthof in Fließ auf Schiene zu bringen.
Von Herbert Tiefenbacher

Betreiber soll ein noch zu gründender Gemeindeverband sein. Geplant ist den bestehenden Schlachthof in Fließ-Alter Zoll um 2,3 Mio. Euro zu erweitern und auszubauen. Das Motiv dahinter ist: Die regionalen Landwirte sollen vor Ort schlachten und verkaufen können, wodurch sich die Transportwege verkürzen und das Tierwohl verbessert werden kann. Derzeit geht es darum, aus den Startlöchern zu kommen: Bei einer Bürgermeisterkonferenz Anfang November 2020 bekundeten 21 von 30 Bürgermeistern des Bezirkes ihr Interesse an einer Beteiligung an diesem Vorhaben. Die Letztentscheidung in dieser Frage obliegt aber dem jeweiligen Gemeindeparlament. In Form eines für die eigentliche Planung einleitenden Grundsatzbeschluss. Ursprünglich rechnete man aufseiten der Projektverantwortlichen damit, dass die diesbezüglichen Rückmeldungen der Gemeinden zwischen Weihnachten und Silvester vorliegen werden.

LANGWIERIGER ALS ERWARTET. Es ging doch nicht ganz so flott wie erwartet, da sich die Beratungen langwierig und zeitaufwendig gestalteten: Bei einigen Gemeindeparlamenten ist deshalb die Entscheidung noch ausständig, in den nächsten Tagen soll diese erste Entscheidungsrunde aber über der Bühne sein. Der Landecker Gemeinderat befasste sich vergangenen Donnerstag mit dem Thema. Die Diskussion verlief kontrovers. Für Bgm. Herbert Mayer (ÖVP) ist das Projekt eine gute Sache, weil man damit zur Stärkung der Regionalität beitragen kann. Eine etwas andere Sichtweise brachte SPÖ-Fraktionsobmann Manfred Jenewein ein: „Man muss sich grundsätzlich die Frage stellen, ob es Aufgabe der Gemeinden ist, einen Schlachthof zu betreiben. Nach diesem Muster könnten ja andere Berufsgruppen wie Tischler oder Schlosser auch mit einem regionalen Projekt kommen.“ Am Ende stimmten drei von vier SPÖ-Mandataren und die FPÖ-Mandatarin gegen den Beteiligungsantrag am Projekt, die Mehrheit votierte dafür.

WEITERE ENTSCHEIDUNGEN. Der Gemeindevorstand der Gemeinde Schönwies entschied vergangene Woche, sich am Projekt nicht zu beteiligen. „Wir haben nun einen Metzger gefunden und somit kann der bestehende Schlachthof in Imsterberg, der sich im Eigentum der Gemeinden Schönwies, Mils und Imsterberg befindet, weitergeführt werden. Damit kommen wir auch dem Wunsch der bäuerlichen Organisationen nach, den Schlachthof vor Ort zu erhalten“, sagte Bgm. Wilfried Fink. In Grins soll demnächst eine Entscheidung fallen. Über eine Projektbeteiligung wurde bereits im Dezember-Gemeinderat beraten, der Grundsatzbeschluss wurde aber vertagt, um offene Fragen und geäußerte Bedenken (Standort, Kostenschlüssel) zu klären. Laut Protokoll der Gemeinderatssitzung wurde diese Vorgehensweise gewählt, weil man eine Beteiligung nicht grundsätzlich ausschließen will.

WEICHENSTELLUNG. Besonders erfreut ist Projektkoordinator Bernhard Pircher über den positiven Grundsatzbeschluss des Landecker Gemeinderates, weil dies die Hoffnung nährt, dass der Bezirksschlachthof in Fließ realisiert werden kann. Laut Pircher waren von den bisherigen Rückmeldungen von den interessierten Gemeinden zwei Drittel positiv. Er hofft, dass bei einem Treffen aller Projektpartner im März die entscheidende Weichenstellung für die Realisierung vorgenommen werden kann.
 
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