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Wichtige Punkte abgearbeitet

Erfolgsmeldung zum Schlachthof Fließ: Ersatzpächter gefunden und Land Tirol trägt zu Mehrkosten bei

Neuigkeiten zum gemeindeübergreifenden Schlachthof-Projekt in Fließ: Es wurde Ersatz für den abgesprungenen Schlachthofpächter gefunden und das Land Tirol trägt 600.000 Euro zu den Mehrkosten beim Ausbau bei. Verbandsobmann Bgm. Alexander Jäger ist zuversichltich, dass die Vollversammlung diesen Donnerstag die entschsprechenden Beschlüsse zur weiteren Fortsetzung des Projektes fassen wird.
4. Oktober 2022 | von Von Herbert Tiefenbacher
Wichtige Punkte abgearbeitet<br />
Verbandsobmann Bgm. Alexander Jäger ist zuversichtlich, dass die Vollversammlung das Ganze absegnen wird. RS-Foto: Tiefenbacher
Von Herbert Tiefenbacher

2019 trafen sich 20 Gemeinden des Bezirkes Landeck um an einem gemeinsamen Schlachthofkonzept zu arbeiten. Dabei geht es vor allem darum, bessere Rahmenbedingungen für die Schlachtung der Tiere ihrer Bauern zu schaffen. Im April 2021 wurde in einer Sondersitzung ein wichtiger Schritt gesetzt, um endlich einer Lösung näher zu kommen. 16 Gemeinden beschlossen die Bildung des Gemeindeverbandes „Schlachthof Fließ“ für ein gemeindeübergreifendes Schlachthof-Projekt. Man hat sich dazu entschieden, den bestehenden Schlachthof in Fließ zu erweitern und auszubauen. Der Verband wird diesen auch betreiben. Beteiligte Gemeinden sind: Faggen, Fendels, Fiss, Fließ, Flirsch, Grins, Kaunertal, Ladis, Pians, Prutz, St. Anton am Arlberg, Serfaus, Strengen, Tobadill, Tösens und Zams.

UNAUFGEREGT REAGIERT. Die durch die Teuerungsrate verursachte Kostensteigerung und der überraschende Wechsel des Pächters Metzgermeister Bernd Jurschitsch nach Wenns, beflügelten eine rege Diskussion, die auch medialen Niederschlag fand. Eine Zeitung sah das Schlachthof-Projekt in Fließ bereits wackeln. Jäger hatte aufgrund seiner Überzeugung, dass der Schlachthof für die Region und die Landwirtschaft im Bezirk wichtig ist und da die wichtigen Pflöcke eingeschlagen sind, unaufgeregt die Spur gehalten, wie man im Rennfahrer-Jargon sagen würde. In einer Sitzung des Verbandsauschusses holte er sich die Zustimmung zur Weiterverfolgung des geplanten Schlachthofprojektes.

PUNKTE ABGEARBEITET. Mittlerweile sind alle entscheidenden Punkte abgearbeitet. Das heißt: Jäger hat Ersatz für den abgesprungenen Schlachthofpächter gefunden. Der Vertrag an die Metzgermeister Georg Venier Senior und Junior aus Tarrenz – sie sind ein eingespieltes Team - ist laut Verbandsobmann Bgm. Jäger bereits unterschriftsreif ausverhandelt. „Es freut mich, dass wir erfahrene Metzger gefunden haben“, meinte der Fließer Dorfchef zufrieden. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Anpassung der Finanzierung. Wie berichtet musste das Bauprojekt im Alten Zoll vor allem wegen der Preissteigerung neu kalkuliert werden. Bei den ersten Plänen war man von Baukosten von 2,4 Mio. Euro ausgegangen. Man musste jetzt zur Kenntnis nehmen, dass diese Berechnung nicht haltbar ist. Verbandsobmann Bgm. Jäger gab im Sommer bekannt, dass die Kosten 3,4 Mio. Euro betragen werden. Jäger war auch in Sachen weitere finanzielle Unterstützung seitens des Landes Tirol erfolgreich aktiv. „Am Freitag hat das Land Tirol eine Zusage für 600.000 Euro zur Abdeckung der angefallenen Mehrkosten von einer Million Euro gegeben“, informierte Jäger.

VOLLVERSAMMLUNG TAGT. Jäger ist zuversichtlich, dass die Vollversammlung am Donnerstag dieser Woche das Ganze absegnen wird und damit grünes Licht für die weitere Fortsetzung des Bauprojektes gibt. „Vielleicht gehen sich heuer noch die Verlegung des Kanals und der Aushub der Baugrube aus, ansonsten wird mit diesen Arbeiten, je nach Witterung, im Februar oder März nächsten Jahres begonnen“, erklärte der Fließer Bürgermeister. Aber jedenfalls soll der neue Schlachthof bis Oktober 2023 öffnen. Und noch eine Information: Der Altbestand des Schlachthauses wurde saniert. Dieser darf aber erst nach veterinärbehördlicher Abnahme in Betrieb genommen werden. Diese ist für den 12. Oktober anberaumt. „Danach werden wir sofort mit der Aufnahme der Schlachtungen beginnen“, kündigte Jäger an.

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