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Landeck | Wirtschaft | 30. November 2020 | Von Alois Pircher

„Wir sperren auf!“

„Wir sperren auf!“<br />
Hoffentlich können die Kassen in See bald geöffnet werden. RS-Foto: Pircher
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Touristiker begrüßen Landeshauptmann-Ansage

Diese Ansage „Wir sperren auf!“ von LH Günther Platter wird von den Oberländer Touristikern positiv aufgenommen, wie eine RUNDSCHAU-Umfrage zeigte.
Von Alois Pircher

Christoph Mallaun vom Hotel Mallaun in See freut sich über den öffentlich vorgetragenen Optimismus des Landeshauptmanns. Dieser Optimismus sei gerade jetzt wichtig, auch wenn die Situation derzeit sehr schwierig ist. Es gibt im Moment nur Stornierungen und keine neuen Buchungen. Diskussionen über „Skifahren – Ja oder Nein“ und Reisewarnungen bedrohen das Geschäft zu Weihnachten und Silvester bis Ende Jänner. Mallaun will natürlich die gesetzlichen Vorgaben abwarten, ob und wann eine Öffnung möglich ist, ist aufgrund der aktuellen Lage nicht berechenbar. Schwierig ist die Situation allemal, besonders herausfordernd aber wird die Personalplanung. Ab Mitte Jänner könnte es dann noch eine vernünftige Wintersaison werden, hofft der engagierte Wirt.

REISEWARNUNGEN BELASTEN. Auch Silvia Schranz vom Hotel Astoria in Serfaus freut sich über die Aussage des Landeshauptmanns. Sie hofft auf eine baldige rechtliche Entscheidung, wann sie ihr Hotel aufsperren darf. 14 Tage Vorlaufzeit benötigt man aber, um das Hotel wieder betriebsbereit machen zu können, meint die Chefin. Natürlich belasten die Reisewarnungen in Deutschland und in den Niederlanden, es gibt derzeit nämlich keine Buchungen. 80% der Reservierungen über Weihnachten und Silvester wurden mittlerweile schon storniert, die restlichen 20% wollen auch nur kommen, falls es in ihren Herkunftsländern keine Reisewarnung für Österreich gibt. Aber auch bei der Serfauser Hotelbesitzerin besteht noch Hoffnung auf eine Wintersaison bis Ostern.

STORNIERUNGEN. Im Hotel Jägerhof in Zams will man nach Ende des Lockdowns das Restaurant sofort öffnen. Der Hotelbetrieb bleibt jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit bis Ende Jänner geschlossen. Über Weihnachten und Neujahr wurden beinahe alle Reservierungen storniert, auch im Jänner schaut es derzeit nicht besser aus, stellt Birgit Bouvier, die Chefin, fest. Man habe sich nun entschlossen einige Zimmer zu renovieren, um dann mit voller Kraft und Engagement in den Februar und somit in die verbleibende Wintersaison zu starten.

SEILBAHNEN STARTEN. Serfaus will am 18.12. in die Wintersaison starten. Natürlich nur wenn es die Bundesregierung erlaubt. Aber die Zeichen schauen gut aus, meint der Geschäftsführer der Komperdell-Bergbahnen in Serfaus, Ing. Stefan Mangott. Sollten die Reisewarnungen in Deutschland und den Niederlanden aufrecht bleiben, werde man die Bahnen natürlich für einheimische Skiläufer, österreichische Gäste und alle Skifans aus dem Rest Europas in Betrieb nehmen. Alle Bahnen in der Skiregion Serfaus-Fiss-Ladis kann man zu Saisonstart sicher noch nicht öffnen – man werde aber den Gästen neben perfekt präparierten Pisten die größtmögliche hygienische Sicherheit bieten. Gut durchdachte Sicherheitskonzepte wurden erstellt. Die Gesundheit der Gäste wie auch der Mitarbeiter war das oberste Ziel aller Bestrebungen, unterstreicht Mangott. So werden Mitarbeiter im Anstellbereich bei Bahnen und Res-taurants für den Sicherheitsabstand sorgen. Auch hat man die Anstellbereiche mit Plexiglasscheiben zur Trennung der Gäste ausgestattet. Abseits von Corona sieht man optimistisch in die Zukunft, schließlich investiert man in Serfaus mehr als 50 Millionen Euro in eine Qualitätssteigerung mit der neuen Komperdellbahn, in Fiss wird mit der neuen 12er-Bahn, einem kuppelbaren 8er-Sessellift, heuer eine tolle Komfortverbesserung erzielt.

MEDRIGJOCHBAHN SEE – BERGKASTELBAHN NAUDERS. Zu wenig Informationen von offiziellen Stellen beklagt der Geschäftsführer der Bergbahnen in See DI (FH) Matthäus Tschiderer. Wenn die rechtlichen Voraussetzungen gegeben sind, werde man versuchen noch vor Weihnachten zu öffnen. Skifahren in See wird für alle Gäste sicher sein. Man habe viel in das Sicherheitskonzept investiert. Natürlich schweben die Reisewarnungen der Nachbarländer als Bedrohung über dem Skibetrieb. Aber in See will man, wenn es irgendwie möglich ist, natürlich die Bahnen in Betrieb nehmen. Die Wirtschaftlichkeit eines Skibetriebs muss man jedoch auch im Blick haben, so der Geschäftsführer. In Nauders arbeitet man derzeit mit Hochdruck daran, um bei einer Aufhebung des Lockdowns mit dem Skibetrieb starten zu können. Die Bergbahnen haben ein gutes Sicherheitskonzept erarbeitet, um Ansteckungen während des Skifahrens (Anstehen) zu minimieren. Wahrscheinlich wird man das Skigebiet schrittweise öffnen. Auch wird man nicht in allen Restaurants Gäste bewirten. Bei den Bergkastelbahnen hofft man kommenden Mittwoch neue Informationen von den Ministerien zu bekommen und dann wird man einen genaueren Plan für die Öffnung vorlegen können, erklärt Mag. Georg Schöpf, Prokurist der Bahnen.
Wenn die Gäste bereit sind, sich an die Hygienevorschriften und Sicherheitsmaßnahmen zu halten, dann steht dem Skivergnügen eigentlich nichts im Weg.




 
„Wir sperren auf!“<br />
Komperdellbahnen GF Ing. Stefan Mangott RS-Foto: Pircher
„Wir sperren auf!“<br />
Im Hotel Jägerhof öffnet das Restaurant so bald wie möglich, das Hotel bleibt noch geschlossen. RS-Foto: Pircher
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