Letzte Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause

Sie befürworten die Neustrukturierung der EWR: Bgm. Alois Oberer (vorne, sitzend) und Vorstand Michael Hold. RS-Foto: Schretter

Neustrukturierung der Elektrizitätswerke Reutte einstimmig beschlossen

Am Donnerstag, dem 21. Juni, ging die letzte Sitzung des Reuttener Gemeinderates vor der Sommerpause über die Bühne. Auch aus der Bevölkerung waren etliche am Marktgeschehen Interessierte anwesend.

Auch EWR-Vorstand Michael Hold war zur Gemeinderatssitzung eingeladen worden. Er erläuterte die geplante Neustrukturierung der Elektrizitätswerke Reutte, die vom Gemeinderat zu beraten und zu beschließen war.
Der erste Beschlussteil umfasste die Verschmelzung der Elektrizitätswerke Reutte AG mit der Reutte Holding AG zu einem Unternehmen EWR AG. Ein weiteres Thema war die Abspaltung des Elektroanlagenbaus an die EWR Technik AG. „Von dieser Abspaltung werden etwa 100 Mitarbeiter betroffen sein. Diese Mitarbeiter sind bereits informiert worden, für sie wird es keine Schlechterstellung geben. Alle Mitarbeiter werden mit sämtlichen Rechten und Pflichten übernommen“, erklärte Michael Hold. Zudem war die Aufstellung eines Umgründungsplans zu beschließen. 2019 soll auch die „Energieversorgung Außerfern“ (EVA) in die EWR AG integriert werden.
Die geplante Umstrukturierung soll die Unternehmensspitze entlasten. Für Michael Hold ist sie die einzig richtige, zukunftsweisende Entscheidung. Auch Bgm. Alois Oberer betont, immer ein Befürworter der Neuerung gewesen zu sein. Die Marke EWR sei in der Bevölkerung stark gebrandet, dieses starke Logo solle in Zukunft weiter forciert werden.
Die Beschlussfassung zur Umstrukturierung der Elektrizitätswerke Reutte war einstimmig.

Keine umgedrehte Einbahn.

Eine probeweise Umdrehung der Einbahn durch den Untermarkt wird es nicht geben. Ein entsprechender Vorschlag war von der Reuttener Kaufmannschaft eingebracht und auch von Bgm. Oberer befürwortet worden. Voraussetzung für die probeweise Umkehrung wäre die Zustimmung des Baubezirksamtes. Für ein entsprechendes Gutachten wurde das Ingenieurbüro Planoptimo aus Seefeld beauftragt, das die Bedenken des Bauamtes bestätigte. Vor allem größere Fahrzeuge hätten demnach Probleme, von der Mühler Straße kommend, in den Untermarkt einzubiegen.
Die Baustelle Obermarkt liegt zeitlich optimal im Rahmen. Auch die neu verlegten Pflastersteine bringen eine deutliche Verbesserung. Sie sind aus Granit und liegen auf einem Untergrund aus Trennbeton auf. Die gesamte Pflasterung wurde mit einem elastischen Matreial ausgefugt, was unter anderem auch die Reinigung des Pflasters erheblich erleichtert.

Wunschobjekt Zeillerhaus.

Für die notwendig gewordene Umsiedelung der Dengelgalerie hat sich die Wunschvariante Zeillerhaus eröffnet. Vize-Bgm. Michael Steskal konnte erfolgreiche Verhandlungen mit dem Masseverwalter der Konkursmasse führen. Für den Erwerb der Bereiche Top 1 (169 m2) und Keller (59 m2) sind 300 000 Euro aus den Rücklagen der Marktgemeinde auszulösen, was vom Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde. Die Dengelgalerie wird im Zeillerhaus ihre neue Heimat finden. In den ehemaligen Räumen der Galerie im Dengelhaus wird ein neuer Trauungssaal eingerichtet.