Liebesbriefe in der Kellerei

Melissa und Andy schreiben sich in ihre Herzen. RS-Foto: Weber

Über 50 Jahre schrieben sich Melissa und Andy

Die Zeilen der „Love letters“ erzählen von einer unschuldigen Kinderliebe, die sich zu einer lebenslangen Freundschaft und facettenreichen Liebe des Lebens entwickelt.

Von Michaela Weber

Eine Dankeskarte und ein Kondolenzschreiben. Dazwischen tausende Briefe. Eine würzige Mischung aus neckischen Schwärmereien, spöttisch-lustigen Sticheleien und tragisch-melancholischen Hilferufen erzählen das gegenseitige Verlangen von Melissa und Andy.
Die lebendige Darbietung von Wiltrud Stieger und Bernhard Lang zog das Publikum in die Schicksale der exzessiven Künstlerin Melissa und des angepassten, kontrollierten Anwalts Andrew. Die Protagonisten überzeugten mit der Feinfühligkeit ihrer Sprache und der Stimmigkeit von Mimik und Gestik.
Eine Geschichte aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, der Kunst des Briefeschreibens und der Sehnsucht nach Nähe, die in den Briefen am größten ist. Auf Papier gebrachtes Leben zweier Kinder aus „gutbürgerlichem“ Haus. Trotz aller Gegensätzlichkeit der Charaktere halten Melissa und Andrew lebenslangen Kontakt. Diese szenische Lesung von Albert R. Gurney animiert zum Schreiben von Liebesbotschaften!

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