Lösung in Sicht

GKI-Geschäftsführer Johann Herdina: „Wir werden den Freitzbergern natürlich das Projekt anbieten, das ihnen lieber ist.“ RS-Foto: Tiefenbacher

Rieder Weiler Freitzberg: Ersatzquelle wird geprüft

 

Im Fall der „versiegten“ Quellen, die den Rieder Weiler Freitzberg versorgten, bahnt sich jetzt eine Lösung an.

 

Von Herbert Tiefenbacher

 

Große Augen machten die Freitzberger (drei Höfe) im Spätsommer vorigen Jahres, als das gewohnte „Hahn aufdrehen und Wasser fließt“ nicht mehr funktionierte. Die zwei Quellen, welche den Weiler bisher versorgten, lieferten nicht mehr die nötige Menge, um den Wasserbedarf abdecken zu können. Die Gründe hierfür sind nicht eindeutig zuordenbar. Trotzdem kam das Gemeinschaftskraftwerk Inn (GKI) umgehend und ohne große Diskussion der bescheidmäßig auferlegten Verpflichtung zur Ersatzwasserversorgung nach. Seither wird wöchentlich Wasser per Tankwagen nach Freitzberg gekarrt. Für alle ist eines klar: Das ist keine Dauerlösung, aber als kurze Überbrückung in Ordnung.

 

ERSATZQUELLE GEFUNDEN. Zwischenzeitlich zeigte sich: Es ist ein Wunsch geblieben, dass sich die Quellen erholen werden. Damit war für das GKI der Zeitpunkt gekommen, das Problem aktiv anzugehen. Nun wird die Suche nach einer Lösung ganz im Sinne der Freitzberger vorangetrieben. Ihr Wunsch ist es, dass das Wasser nicht vom Tal hinaufgepumpt wird, wie es das Projekt der Gemeinde vorsieht, sondern Quellen der näheren Umgebung von Freitzberg zu nutzen. „Wir werden den Freitzbergern natürlich das Projekt anbieten, das ihnen lieber ist“, erklärte GKI-Geschäftsführer Johann Herdina. Ein GKI-Team machte sich mit den Bewohnern auf die Suche und wurde fündig. Sie entdeckten eine munter sprudelnde Quelle. „Jetzt muss die Wasserschüttung festgestellt werden. Diese Messungen müssen über einen längeren Zeitraum hinweg erfolgen, um die Sicherheit zu haben, ob die Quelle die erforderliche Wassermenge kontinuierlich erbringt. Es wird auch die Qualität des Wassers untersucht“, informierte Herdina. Bei positiven Mess- und Untersuchungsergebnissen wird das Projekt der Fassung der Quelle im nächsten Jahr angegangen und ausgeführt.

 

PROJEKTAUSFÜHRUNG. Apropos Ersatzwasserversorgungs-Projekt der Gemeinde: Mag. Gerhard Moser von der Wasserrechtsbehörde bestätigte, dass von der zuständigen Gemeinde Ried ein optimiertes Projekt zur Genehmigung vorliegt. „Es scheint genehmigungsfähig. Allerdings, die Genehmigung ist das eine. Die Umsetzung ist das andere. Die Entscheidung darüber obliegt der Gemeinde“, erklärte Moser. Bgm. Elmar Handle meinte dazu gegenüber der RUNDSCHAU: Jetzt werde die Ausführbarkeit des von den Bewohnern und der GKI angestrebten Projektes geprüft. Diese Prüfphase werde abgewartet. „Ausgeführt wird jenes Projekt, das zweckdienlicher ist“, betonte Handle und fügte hinzu, dass die Bewohner, die GKI GmbH und die Wasserrechtsbehörde in die Entscheidungen miteingebunden werden. Es sei aber auch wichtig, falls das von den Bewohnern gewünschte Projekt nicht realisierbar ist, ein genehmigtes Ersatzprojekt in der Schublade zu haben, um dann schnell reagieren zu können. Er werde sich auf jeden Fall bestmöglich einbringen, damit die drei Höfe in Freitzberg Wasser haben, sagte Bgm. Handle.

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