Luftbrücke 2017

Versorgung für ein Hotel nur von der Luft aus möglich

Integriert in die Landesübung „Tromos“ fand am Freitag, dem 5. Mai, im Bezirk Reutte die Katastrophenschutzübung „Luftbrücke 2017“ statt. An dieser Übung beteiligten sich insgesamt 90 Personen mit fünfzehn Fahrzeugen. Als Übungspartner war auch das Alpenhotel „Ammerwald” in Reutte eingebunden.

Bei der Landesübung „Tromos” stellte sich das Land Tirol der Herausforderung, Gefahrensituationen  und Terrorlagen unter Beteiligung aller Einsatzorganisationen zu bewältigen.

Unwetterlage führt zu Katastrophe. Im Bezirk Reutte gab eine Unwettersituation mit Murenabgang die Szene vor. Das vollbesetzte Hotel „Ammerwald” ist von der Außenwelt komplett abgeschnitten und nur noch über den Luftweg erreichbar. Auch die Stromversorgung und das Telefonnetz sind zusammengebrochen. Im Hotel befinden sich neben den Gästen auch hochgestellte Persönlichkeiten, die zusätzlichen Polizeischutz benötigen, da es Terrordrohungen gegeben hat. Die Herausforderung bestand darin, gemeinsam mit den Elektrizitätswerken Reutte und dem Lebensmittelversorger Eurogast Speckbacher die 250 eingeschlossenen Personen über drei Tage lang zu versorgen. Dazu wurde eine Luftbrücke  mit zwei Helikoptern eingerichtet, über die das benötigte Personal und Material mit den Versorgungsgütern eingeflogen wurde.
Stabsübung und Real-
übung. Die Übungsdauer war von 9 bis 16 Uhr angesetzt. Zunächst wurde in der BH Reutte die Einsatzstelle hochgefahren. Dort wurde die Gefahrenlage von den einzelnen Stäben arbeitsteilig bearbeitet. Gegen 12 Uhr begann die Realübung, in die die Bezirkseinsatzleitung in der BH Reutte, die Feuerwehr, das Rote Kreuz, die Polizei, die Elektrizitätswerke Reutte AG und der Lebensmittelversorger Eurogast Speckbacher eingebunden waren.
Besonders hervorzuheben ist hier die Tatsache, dass sich alle Beteiligten freiwillig und unentgeltlich für die Landesübung zur Verfügung stellten. Bezirkshauptmann Konrad Geisler betont: „Alle Teilnehmer sind freiwillig und ehrenamtlich engagiert. Sie wenden viel Freizeit, aber auch Arbeitszeit auf, um Fortbildungen zu besuchen, an Übungen teilzunehmen und dann bei der Großübung den Ernstfall zu proben.“

Unsere Freizeit ist ihre Sicherheit.  Dieser Leitsatz ist in der Zentrale der Feuerwehr Reutte zu lesen und beschreibt wohl am besten, wie wichtig und schätzenswert diese Organisationen für das Wohl der Gesellschaft sind.

Feedback. Julia Hernegger von der BH Lienz beobachtete den Übungsverlauf und macht in ihrem Bericht darauf aufmerksam, wo Verbesserungsbedarf besteht.