„Mehr als beunruhigt“

Der Wolf ist nach einem Schafsriss in Kauns wieder Thema. RS-Foto: Archiv

Zuchtwidder in Kauns gerissen – Wolf oder Luchs in Verdacht

 

Unbehagen ist schon da“, sagt Bgm. Matthias Schranz, nachdem in Kauns am Nationalfeiertag nachmittags ein gerissener Widder gefunden wurde. Im Verdacht stehen Wolf oder Luchs, die Ergebnisse der DNA-Untersuchung stehen noch aus.

 

Von einem Wolf war in Kauns bislang nichts bekannt, von einem Luchs war hingegen schon vor Jahren die Rede. Die Kauner Schafbauern haben ihre Tiere jedenfalls in den Stall geholt. Informiert wurde neben dem Land auch die Landwirtschaftskammer. Bezirksstellenleiter Peter Frank will die Ergebnisse der DNA-Untersuchung abwarten, es spreche aber einiges für Wolf oder Luchs: „Der Kieferbruch deutet auf einen massiven Angriff hin“, sagt Frank. Und in diesem Fall schrillen die Alarmglocken: „Wir sind alle mehr als beun-ruhigt.“ Der Zuchtwidder (Peter Frank schätzt dessen Wert auf 1.800 bis 2.000 Euro) sei eingezäunt gewesen und in Siedlungsnähe gerissen worden – „von Herdenschutz braucht man da nicht reden“, so Frank. Den Einsatz von Herdenschutzhunden kann sich Frank nicht vorstellen: „Wir haben nicht die Gebiete, wo kaum Leute durchgehen.“ Diese Hunde seien nämlich keine Hirten-, sondern wirklich Schutzhunde, die die Herde verteidigen – auch vor Menschen. Und gerade in Tourismusregionen mit Almwanderwegen & Co. könnte das Probleme geben. Peter Franks Fazit: Wolf und Schafe hätten nebeneinander einfach nicht Platz. Ähnlicher Meinung sind die Landwirtschaftskammerobleute von Landeck, Imst und Reutte, wie sie bereits bei der Schafschoad in Tarrenz erklärten.

Peter Frank: „Eingezäunt und in Siedlungsnähe – von Herdenschutz braucht man da nicht reden.“ RS-Foto: Archiv