Mehr Geld für das „Telfer Bad“

Der Wirtschaftsleiter der Sport- und Veranstaltungszentren

Telfer Gemeinderat beschloss zusätzliche Investitionen

(RS/GeSch) Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag berichtete der Telfer Bürgermeister Christian Härting (WfT) über die erfreuliche Bauentwicklung beim „Telfer Bad“. Die Arbeiten liegen demnach im Zeitplan. Das Kommunalparlament beschloss mit großer Mehrheit weitere Attraktionen für das neue Schwimmbad, das nächstes Jahr in Betrieb gehen soll.

„Wir liegen absolut im Zeitplan. Die Arbeiten laufen einwandfrei“, berichtete Bürgermeister Christian Härting dem Gemeinderat. Bei der kürzlich vorgenommenen Baustellenbesichtigung – die RUNDSCHAU berichtete – konnten sich alle Mandatare vor Ort ein Bild davon machen. Damit das Regionsschwimmbad für die Zukunft bestens wettbewerbsfähig ist, hat nun der Telfer Gemeinderat mit großer Mehrheit einige Attraktivierungen vorgenommen. So wird etwa ein zweiter Beachvolleyplatz errichtet und der zu vermietende Raum im Kellergeschoss erweitert. „Die Mehrausgaben der Raumerweiterung werden durch einen langfristigen Mieter wieder zurück in die Kassa fließen“, bestätigt Marktgemeinde-Chef Christian Härting. Der Saunabereich wird durch qualitativ hochwertige Materialien die BesucherInnen ab 2017 begeistern. Eine weitere Verbesserung gibt es auf Wunsch des Telfer Wassersportvereines (TWV). „Das Wettkampfbecken wird verbreitert. Das macht Sinn. Wir geben uns Mühe, die Meinungen und Wünsche der Telfer Vereine in die Planung einfließen zu lassen“, so Härting.

umweltfreundliche energieoptimierung. Für die umweltfreundliche Energieoptimierung wurde ebenfalls Vorsorge getroffen. So wird eine automatische Rollabdeckung für das Außenbecken angeschafft. Um auch in den nächsten Jahren weitere Attraktionen bieten zu können, hat der Gemeinderat bereits jetzt die Vorbereitungsmaßnahmen für eine zweite Erlebnisrutsche eingeplant. „Wir müssen jetzt bei der Entwicklung des ,Neuen Bades‘ über den Tellerrand hinaus schauen. Was 2017 in ist, kann 2022 schon wieder überholt sein. Deshalb ist es besser, die Vorbereitungen für künftige Attraktionen bereits jetzt in der Entstehungsphase zu realisieren, als dann in fünf oder zehn Jahren zu erhöhten Preisen, erläuterte der Telfer Bürgermeister. Insgesamt beschloss der Gemeinderat zusätzliche Investitionen in Höhe von rund 500.000 Euro. Diese werden über zusätzliche Förderungen gedeckt.

kritik. Ohne Kritik der Opposition ging der Beschluss allerdings nicht über die Bühne. GR Wolfgang Gasser (FPÖ) stellte die unvermeidliche Frage: „Warum hat man das alles nicht auch schon vor eineinhalb Jahren gewusst?“ Die Antwort: Wir haben den Weg gewählt, mit dem Generalunternehmer gemeinsam das Bad zu entwickeln. Das bedeutet auch, dass im Laufe der Bauarbeiten noch Verbesserungen möglich sind!“, erläuterte Bgm. Christian Härting (WfT). Das sei alles kein Muss, die Frage laute „Wollen wir Standard oder bessere Qualität?“, so die Antwort von Härting. Ein gutes Beispiel: Weil ein Interessent für eine Physiotherapie-Praxis (Kassenstelle) das Untergeschoss mieten will und mehr Platz benötigt, macht es Sinn, diesen Bereich zu vergrößern. Das kostet zwar jetzt insgesamt rund 100.000 Euro mehr, spült aber durch die Mieteinnahmen laufend Geld in die Kassen.

kostenersparnisse.
Sportreferent GR Simon Lung (WfT) setzte sich ebenfalls dafür ein, jetzt Vorkehrungen für eine zukünftige Attraktivierung zu treffen und dabei in Summe viel Geld zu sparen. „Das ist Weitblick“, ergänzte Wirtschaftsausschuss-Obmann Alexander Schatz (WfT). Vize-Bürgermeisterin Cornelia Hagele (WfT) stellte eine Rechnung an: „Wenn wir für eine zukünftige Speedrutsche jetzt 40.000 Euro investieren, sparen wir dann bei deren Einrichtung 100.000 Euro an Kosten ein!“ GR Norbert Tanzer (PZT/SPÖ) wollte sich diesen Argumenten nicht anschließen: „Für mich sind das Versäumnisse!“ Schließlich stimmten 16 von 21 Mandataren für die zusätzlichen Aufträge und Arbeiten. Es geht flott weiter, denn zur Sommersaison 2017 soll das neue Regional- und Familienbad fertig sein.

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