Meistertitel und Sparringpartner für die Profis

Die Vorhand von Niklas Waldner ist eine Macht. RS-Foto: Unterpirker

Niklas Waldner blickt auf erfolgreichen Sommer zurück

Was war das für Niklas Waldner bis dato für ein aufregendes Jahr! Neben etlichen ÖTV-Herren und Future-Turnieren war der 17-Jährige heuer Sparringpartner für die Großen beim ATP-Turnier in Kitzbühel und spielt derzeit mit dem TC Schwaz um den Aufstieg in die zweite österreichische Bundesliga. Tja, und bald stehen viele Reisen an.

Von Albert Unterpirker

Am 20. September wird er 18 Jahre alt. Niklas Waldner wirkt beim Treffen in Hoch-Imst durchtrainiert und fit – eigentlich wie immer. Im Sommer spielte der Pitztaler etliche Turniere, stand bei einem Future auch mal im Hauptbewerb. „Leider hatte ich da aber eine bittere Auslosung“, blickt Niklas zurück, musste er doch gleich in der ersten Runde gegen die Nummer eins antreten. Besser lief es bei diversen ÖTV-Herren-Turnieren. Manche davon absolvierte er mit dem Erreichen von Halb- und Viertelfinale erfolgreich. Und wäre er da nicht immer auf die „Gesetzten“ getroffen, wäre vielleicht noch mehr drin gewesen. Ein Highlight gab es für Waldner mit dem TC Schwaz. Mit den Unterländern wurde er Tiroler Mannschaftsmeister und spielt derzeit um den Aufstieg in die zweite Bundesliga. „Die Saison bei Schwaz war sehr erfolgreich“, resümiert Niklas, der alle seine Matches gewinnen konnte – und damit der Einzige beim Klub war, der dies zuwege brachte. Anschließend trat er noch in der allgemeinen Tiroler Meisterschaft im Einzel an, musste sich dort im Finale aber Julian Schubert (Telfs) geschlagen geben. In Folge stand ein intensives Training am Programm, unter anderem ein- bis zweimal bei Alexander Erler (ATP-Nummer 400), aber auch mit dem Imster Johannes Bangratz und seinem Trainer Andy Moitzi. Unvergessen wird dem 17-Jährigen wohl die Woche beim ATP-Turnier in Kitzbühel bleiben, denn dort war er Trainingspartner für die Profis, wie etwa für Fernando Verdasco (ATP-Nummer 34). „Das hat mir viel Erfahrung gegeben“, sagt Niklas, „ich habe da viel gelernt und gesehen, dass ich nicht so weit weg bin.“ Nachsatz: „Jedenfalls stimmt die Richtung!“ Waldner, dessen bisheriger Konditrainer nach Wien wechselte, ist derzeit auf der Suche nach einem neuen Fitnesstrainer.

Haben beim Training auch jede Menge Spaß: Niklas Waldner und Trainer Andy Moitzi. RS-Foto: Unterpirker
Was steht zukünftig an?

„Weiterhin ÖTV-Herren-Turniere spielen (Kategorie 2 und 3, Anm.)“, gibt Waldner Einblick in seine Planung. Im Oktober steht überdies eine Future-Turnierreise in den Süden an (unter anderem wohl Nordafrika), um in der ATP-Rangliste Fuß zu fassen, „und hoffentlich schnell Profi zu werden“, erklärt der Youngster, der seine Ernährung noch mehr umstellte und noch fokussierter trainiert als bisher. Was fehlt noch? „Dass ich die Taktik im Match besser umsetze“, weiß Niklas um dieses Manko bescheid. Wie ebenfalls Andreas Moitzi. „Mentaler muss er noch stabiler werden“, sagt der Trainer, „aber die Entwicklung ist sehr gut. Körperlich ist er wesentlich fitter geworden!“ Mit dem Jugendbereich soll heuer abgeschlossen werden. Moitzi: „Jetzt folgt der Einstieg in die ITF, später ins ATP-Geschehen.“ Ach ja, die Musterung steht auch noch an und da möchte Niklas schauen, „dass er in den Heeressport reinkommt.“ Von den Kilometern her nimmt sich das nächste Jahr heftig an, denn: „Da werden wir bis zu 35 Wochen reisen!“

Niklas Waldner: „Danke an die Sponsoren, meine Eltern und Trainer für die Unterstützung!“ RS-Foto: Unterpirker

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