Mini-Stadt Imst

Manuel Westreicher von „westproductions“ mit den drei stolzen Jungunternehmern vom Start-Up „Mini Stadt Production“ Hannes Kysela, Anna Gspan und Celine Schuchter. (v. l.) RS-Foto: Saurwein

2 Tage, 40 Berufe, 298 Schüler

Am vergangenen Freitag und Samstag war es wieder so weit. Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr wurde auch heuer wieder eine Mini-Stadt veranstaltet. Organisiert wurde die vielfältige Erlebniswelt durch das Ökozentrum, Miteinand in Imst, den Verein Freiraum, das Integrationsbüro Imst und durch die Unterstützung zahlreicher Partner. Mit ihrer Zusammenarbeit ermöglichten die Vereine, Unternehmen und Institutionen den Schülern zwei Tage lang Einblicke in verschiedenste Berufswelten. Zeitgleich stellte die Mini-Stadt eine gelungene Kick-off-Veranstaltung für die diesjährige Sommerfußgängerzone dar.

Von Katharina Saurwein

Auch dieses Mal war wieder eine Vielzahl motivierter Imster Kinder und Jugendlicher im Alter von 8 bis 14 Jahren mit dabei. Insgesamt konnten sich 298 Schüler aus Imster Volksschulen, Neuen Mittelschulen und dem Gymnasium jeweils einen Tag lang in unterschiedlichen Berufen versuchen. In fünf Modulen wurde alles geboten, was das Herz begehrt: vom Bankwesen über unterschiedlichste Handwerksberufe bis hin zur Arbeit bei der Polizei oder ehrenamtlichem Engagement bei der Feuerwehr. Selbst ein eigenes Start-Up konnten die Jugendlichen gründen. „Nachdem die Mini Stadt im Vorjahr noch als Pilot-Projekt durchgeführt wurde, haben wir uns in der Folge professionalisiert“, so Organisator Gottfried Mair vom Ökozentrum Imst: „Wir haben nun eine Website und haben unser Alleinstellungsmerkmal herausgearbeitet. Bei der Mini-Stadt geht es uns vor allen Dingen um das gute Leben eines Menschen.“ Essentiell sei neben dem Wählen und Erlernen eines Berufes auch soziale Kompetenz und das Vermitteln von Werten wie beispielsweise Respekt. Dies werde durch wertvolle pädagogische Arbeit weitergegeben. Das Grundprinzip der Mini-Stadt ist einfach, aber effektiv: Die Schüler können sich in den von ihnen gewählten Arbeitswelten ausprobieren und weiterbilden, woraufhin sie für ihre Leistung einen Lohn in Form von Gurgl-Talern erhalten. Ein Teil davon wird versteuert, mit dem restlichen „Geld“ können sie anschließend im Shop die gefertigten Produkte erwerben. Learning by doing vom Feinsten also. Die Mini-Stadt Imst ist die ideale Voraussetzung, um Kompetenzen auszuloten und Einblicke in den Berufsalltag zu erhalten. Für den krönenden Abschluss sorgte täglich das anschließende Musikevent am Johannesplatz.

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