Mit 6,5 Millionen Euro-Budget ins neue Jahr

Der Kirchplatz und das brachliegende alte Feuerwehrhaus sollen fit für diverse Veranstaltungen gemacht werden. RS-Foto: Schnöll

Oberperfer Gemeinderat segnete den Budgetentwurf 2019 einstimmig ab – Hohe Ausgaben strapazieren Gemeindesäckel

Das Oberperfer Gemeindeparlament hat bei der jüngsten Gemeinderatssitzung im Dezember den Budgetvoranschlag 2019 behandelt und einstimmig abgesegnet. Im ordentlichen Haushalt sind je 6,226.700 Millionen Euro an Einnahmen und Ausgaben veranschlagt, im außerordentlichen Haushalt sind es je 263.000 Euro. Im ordentlichen Haushalt schlagen sich auf der Ausgabenseite vor allem die Kinder- und Altenbetreuung und die Schuldentilgung nieder. „Obwohl für Investitionen kaum Spielraum vorhanden ist, sollen heuer doch einige wichtige Projekte in Angriff genommen werden“, kündigt Bürgermeisterin Johanna Obojes-Rubatscher an.  

Ausgaben für die Kinder- und Altenbetreuung, Abgaben an den Abwasserverband, Verwaltungskosten,  die Instandhaltung des Straßen-, Wege- und Kanalnetzes, laufende Investitionen in noch andere infrastrukturelle Einrichtungen  und die Tilgung der rund 800.000 Euro Schulden strapazieren den Oberperfer Gemeindesäckel. Bürgermeisterin Johanna Obojes-Rubatscher blickt dennoch optimistisch ins neue Jahr 2019 und berichtet von einigen Projekten, die heuer in Angriff genommen werden sollen.

ZUKUNFTSPROJEKTE. Rund 150.000 Euro werden für einen Umbau im Gemeindeamt ausgegeben. „Die Amtsräume wurden in den 1980er-Jahren bezogen. Der Personalstand hat sich seither nach oben verändert und im Gemeindeamt ist auch die Postpartnerstelle eingerichtet. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Räume nun baulich verändern, um mehr Platz für die Bediensteten zu schaffen“, erläutert die Dorfchefin, die noch zwei weitere Zukunftsprojekte im Auge hat. Da das Land Tirol Dorferneuerungsprojekte finanziell unterstützt, sollen heuer in Form eines Architektenwettbewerbs Pläne ausgearbeitet werden, den Kirchplatz und das brachliegende alte Feuerwehrhaus „veranstaltungstauglich“ zu machen. Und auch der Bürgerbeteiligungsprozess für das ins Auge gefasste Prädikat „Familienfreundliche  Gemeinde“ soll heuer gestartet werden.

POSITIV. Ruhig geworden ist es in letzter Zeit um das Projekt „Gemeinschaftskraftwerk Sellrain“, das von den Gemeinden Oberperfuss, Unterperfuss, Sellrain,  Gries, St. Sigmund und Grinzens finanziert wird und eines Tages gutes Geld in die Gemeindekassen spülen soll. Bürgermeisterin Johanna Obojes-Rubatscher berichtet, dass im Hintergrund die „heiße“ Planungsphase läuft und eventuell 2020 mit der Realisierung begonnen werden kann. Schwarze Zahlen schreibt inzwischen die gemeindeeigene „Bergbahnen Oberperfuss GmbH“. „Die Bilanzen vom Winterbetrieb 2017/18 und vom Sommerbetrieb sind äußert positiv ausgefallen. Beim Sommerbetrieb konnte der Umsatz sogar verdoppelt werden. Das erwirtschaftete Geld wird im Ski- und Wandergebiet in verschiedene Maßnahmen investiert“, so die Bürgermeisterin.

Bürgermeisterin Johanna Obojes-
Rubatscher peilt Zukunftsprojekte an. RS-Foto: Archiv/Schnöll