Mit befreiendem Berg-Blick

Die WM-Halle im arlberg-well.com bietet bis zu 1584 Quadratmeter (im Bild: „Süd“ mit 684 Quadratmetern). Foto: TVB St. Anton am Arlberg_Patrick Säly

In St. Anton fanden im vergangenen Jahr 200 Kongresse, Incentives u. ä. statt

 

St. Anton ist mittlerweile sehr oft Schauplatz von Kongressen, Firmenpräsentationen u. ä. Aus zwei Dritteln der diesbezüglichen Anfragen werden Buchungen – im vergangenen Jahr waren es 200.

 

Von Daniel Haueis

 

Alljährlich in der dritten Jännerwoche erlebt St. Anton die höchste Medizinerdichte – dann findet das sechstägige „Internationale Symposium für Anästhesie, Intensivtherapie, Notfallmedizin, Schmerztherapie“ statt. „Der Kongress ist mit mindestens 1100 Teilnehmern der größte“, berichtet Franziska Schwazer, im Tourismusverband für Kongresse & Events zuständig. Aber er ist bei weitem nicht der einzige: 170 Wirbelsäulenchirurgen trafen sich Mitte Jänner für vier Tage in St. Anton, 220 hessische Sportärzte waren gleichzeitig mit den Notärzten vor Ort, 220 Zahnärzte und Kieferchirurgen tagten sechs Tage lang im Februar am Arlberg. Natürlich gibt’s auch nichtmedizinische Veranstaltungen, im Jänner vergangenen Jahres etwa einen einwöchigen Launch-event samt Produktpräsentation der Amer Sports Austria GmbH mit 100 Teilnehmern. Und die St. Antoner sind erfolgreich: „2018 hatten wir insgesamt 295 Anfragen und davon 200 Zusagen“, berichtet Franziska Schwazer. Seit mehreren Jahren schon gibt’s in etwa 300 Anfragen jährlich, die „Erfolgsquote“ beträgt ebenfalls schon längere Zeit rund zwei Drittel.

 

ST. ANTON PUNKTET. Der Arlberg hat bekanntlich einiges zu bieten – von der herrlichen Landschaft über perfekte Pisten bis zur Top-Hotellerie, die Bahnanbindung ist ein zusätzlicher Anreiz. Franziska Schwazer sagt: „Das Gefühl der Freiheit, der Blick auf die Gipfel rund um St. Anton am Arlberg wirkt für viele unserer Teilnehmer befreiend und stabilisierend zugleich. Wachsender Kreativität sind in dieser einzigartigen Bergkulisse keine Grenzen gesetzt. Fernab der gewohnten Routine und dem Alltag erleichtert das angenehme Ambiente den Blick über den Tellerrand hinaus.“ Und Peter Mall, Geschäftsführer der St. Antoner Fremdenverkehrs-Förderungsgesellschaft m.b.H., kann auch auf die passende Tagungs-Infrastruktur zurückgreifen: 16 Seminarräumlichkeiten in fünf Gebäuden stehen zur Verfügung – im arlberg-well.com die größten, sieben kleinere allein im Zielstadion, im Arlberghaus, zwei eher größere im Arlbergsaal und das Museum. Sie befinden sich allesamt in Zentrumsnähe, sind zu Fuß in wenigen Gehminuten erreichbar. Und sie sind zwischen 16 und 1584 Quadratmeter groß, für 10 bis 2000 Personen geeignet. Sind weitere Räumlichkeiten nötig, eventuell ein Kongresshotel? Peter Mall antwortet: „Ein Kongresshotel würde die Angebotserstellung erleichtern, da die einfache Erreichbarkeit zwischen Zimmer und Kongressraum durchaus ein Entscheidungskriterium für die Wahl eines Kongressortes ist. Ein weiterer Aspekt eines Kongresshotels ist die hohe Anzahl von Einzelzimmern, die benötigt werden. Die Rentabilität einer so großen Investition würde jedoch einen sehr langen Atem benötigen …“

Vermarktet wird St. Anton als „Energiequelle“, die „Arbeit und Erholung im Gleichgewicht“ verspricht. Das dürfte gelingen, denn es finden viele Kongresse wiederkehrend am Arlberg statt, etwa die erwähnte Notfallmediziner-Tagung. Und das Kongressgeschäft ist ein besonderes – Peter Mall kommuniziert zwar keine finanziellen Aspekte, sagt aber: „Die Umwegrentabilität ist bei Kongressgästen sehr groß und zusätzlich ist es für uns ein sehr großer Imagegewinn.“

 

Die WM-Halle im arlberg-well.com bietet bis zu 1584 Quadratmeter (im Bild: „Süd“ mit 684 Quadratmetern). Foto: TVB St. Anton am Arlberg_Patrick Säly