Mit Forderungskatalog in den AK-Wahlkampf

Amtierender Kammerpräsident Zangerl stellte im B4 in Zirl sein Wahlprogramm vor und enthüllte auch das Wahlplakat

In Tirol finden vom 28. Jänner bis 7. Feber die AK-Wahlen statt. Der Wahlkampfauftakt der „AAB FCG Liste 1“ vom amtierenden AK-Präsidenten Erwin Zangerl startete am vergangenen Freitag im Kultur- und Veranstaltungszentrum B4 in Zirl. Er hält mit seiner Liste derzeit 47 von 70 Kammerratsmandaten und peilt bei der diesjährigen AK-Wahl ein noch besseres Ergebnis an. Zangerl kommt zwar aus dem VP-Lager, mit Kritik an der türkisblauen Bundesregierung spart er allerdings nicht. 

Auf der „AAB FCG Liste 1“ von Erwin Zangerl sind 105 Kandidaten aus ganz Tirol aufgelistet, darunter auch die beiden Landtagsabgeordneten Martina Nowara und Heinz Kirchmair (beide aus Innsbruck), der  Imster Stadtrat Christoph Stillebacher sowie etliche Bürgermeister, Vizedorfchefs, Betriebsratsvorsitzende und Betriebsräte. 2014 lag das Wahlergebnis bei 64 Prozent, damit scheint der Plafond aber noch nicht ganz erreicht. Erwin Zangerl schließt nicht aus, dass noch mehr möglich ist.

ZIELE SIND ABGESTECKT. Die Ziele für die nächste Kammerperiode sind jedenfalls klar abgesteckt.  „Wir haben in den vergangenen fünf Jahren gute Arbeit geleistet und werden auch in den nächsten fünf Jahren für die Menschen in unserem Land da sein“, verspricht „AK-Titelanwärter“ Zangerl. Seine Forderungen und Vorschläge für die Arbeitnehmer: Kündigungsschutz für alle Beschäftigten, Anspruch auf eine sechste Urlaubswoche, eine gerechte Abgeltung der Überstunden und die Abschaffung der Konkurrenzklausel, die verbietet, dass ein Arbeitnehmer bis zu zwölf Monate lang nach seiner Kündigung im gleichen Geschäftszweig seines Ex-Arbeitgebers tätig wird. Weitere Forderungen von der „AAB FCG Liste 1“ sind unter anderem der Anspruch auf Bildungsfreiheit, eine faire Anrechnung von Kinderzeiten, die sofortige Abschaffung der kalten Progression, keine Kündigung im Krankenstand, mehr Wertschätzung für die Arbeitnehmer durch einen fairen Lohn und vernünftige Arbeitszeitmodelle, ein faires Steuersystem, leistbares Wohnen, eine Vorsorge zur Baulandsicherung, besseren Mieterschutz, faire Betriebskosten, eine faire Bezahlung im Bereich der Pflege etc. Die Zusammenarbeit mit dem Land Tirol beurteilt Zangerl als positiv, die mit der türkisblauen Bunderegierung weniger. „Die Bundesregierung übt immer mehr Druck auf die Kammern aus, dagegen müssen wir alle gemeinsam ankämpfen“, so Zangerl, der diese Ansage auch an die anderen wahlwerbenden Listen adressiert.

Die „AAB FCG Liste 1“-Spitze: V.l. Christoph Stillebacher (Listenplatz 3), Tanja Rupprecht (4), Erwin Zangerl (1) und Verena Steinlechner-Graziadei (2). RS-Foto: Schnöll