Modernisierung der Außerfernbahn

Neben umfangreichen Gleisarbeiten wird bei der Außerfernbahn auch die Elektrifizierung vorangetrieben. Foto: pixabay

2019 nimmt das Konzept Fahrt auf

In den kommenden Jahren investieren die ÖBB rund 31 Millionen Euro in die Instandhaltung und Verbesserung der Außerfernbahn. Bauarbeiten machen Streckensperren im Frühjahr und im Spätsommer 2019 sowie Adaptierungen im Fahrplan erforderlich.

In den vergangenen Wochen hat die ÖBB-Infrastruktur AG ein umfangreiches Konzept zur schrittweisen Modernisierung der Außerfernbahn ausgearbeitet. Insgesamt werden in den kommenden Jahren rund 31 Millionen Euro in Instandhaltung und Verbesserung investiert.

Gleisarbeiten.

n mehreren Etappen werden auf der Außerfernbahn umfangreiche Gleisneulagen sowie Verbesserungen des Untergrunds umgesetzt. Der Start dafür ist bereits für das Frühjahr 2019 vorgesehen. Im Frühjahr und im Spätsommer 2019 werden rund 4,5 Kilometer Gleise neu verlegt und wo es erforderlich ist, auch das Gleisbett bzw. der Untergrund verbessert. Für diese Maßnahme nehmen die ÖBB rund fünf Millionen Euro in die Hand. Die Arbeiten tragen dazu bei, dass die Züge sicher und mit der maximal zulässigen Geschwindigkeit verkehren können, was sich auch positiv auf die Fahrplanstabilität auswirken wird.
Für die Umsetzung der Bauarbeiten sind auf der eingleisigen Strecke im Jahr 2019 zwei Gesamtsperren im Ausmaß von jeweils ca. zwei Wochen im Frühjahr und Spätsommer notwendig. Dadurch wird sichergestellt, dass die Arbeiten gebündelt durchgeführt werden und die Strecke in guter Qualität rasch wieder für den Zugverkehr freigegeben werden kann. Die Züge des Nahverkehrs werden während der Dauer der Streckensperren jeweils im Schienenersatzverkehr mit Bussen geführt. Die genauen Termine sind noch in Abstimmung und werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Elektrifizierung.

2019 werden zudem auch die Arbeiten zur Elektrifizierung des Teilbereiches zwischen Reutte und der Staatsgrenze umgesetzt. Im Rahmen dieses Projekts werden rund neun Millionen Euro in die Attraktivierung des öffentlichen Personenverkehrs sowie des Güterverkehrs investiert.
Auch für die Jahre 2020 bis 2023 sind weitere Erneuerungsmaßnahmen vorgesehen, um die Strecken auch für die zukünftigen Herausforderungen in der erforderlichen Qualität bereitstellen zu können. Weitere 17 Millionen Euro sollen in diesem Zeitraum in die Erneuerung und Verbesserung der Strecke fließen. Somit investieren die ÖBB in den kommenden Jahren insgesamt rund 31 Millionen Euro in die Bahnstrecke im Bezirk Reutte.

Fahrplanadaptierung.

Für das kommende Jahr sind mit Fahrplanwechsel im Dezember 2018 aufgrund der Bauarbeiten Adaptierungen im Fahrplan erforderlich. Es kommt zu Reisezeitverlängerungen zwischen Reutte und Garmisch-Partenkirchen. Auch das Taktsystem in enger Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Tirol sowie der DB Regio AG muss daher grundlegend geändert werden. Im neuen, angepassten Taktsystem mit dem Kreuzungsbahnhof Bichlbach-Berwang statt Reutte können nicht alle bisherigen Verkehrszeiten und Anschlüsse beibehalten werden. Die ÖBB bedauern die Unannehmlichkeiten und bitten die Kunden, sich rechtzeitig über die Fahrplanänderungen zu informieren. Die Details werden zeitgerecht eingearbeitet und sind auf bahn.de, oebb.at, in der ÖBB Fahrplanauskunft SCOTTY und der ÖBB App sowie beim ÖBB Kundenservice unter 05-1717 verfügbar. Der Verkehrsverbund Tirol bietet hier den Öffi-Nutzern alle Informationen in Echtzeit über die Online-Fahrplanauskunft fahrplan.vvt.at sowie mittels der SmartRide-App.