Nachfolge geregelt

Michael Gitterle (r.) ist Toni Prantauer an der WB-Spitze bereits nachgefolgt, im Jänner soll er auch die WK-Obmannschaft übernehmen. RS-Foto: Haueis

Toni Prantauer „übergibt“ WB- und bald auch WK-Führung

 

Der Wirtschaftsbund im Bezirk Landeck steht unter neuer Führung: Obmann Toni Prantauer hat sich entschlossen, als Politiker kürzer zu treten, um u.a. seine Firmenübergabe solide vorbereiten zu können. Auch als oberster Interessenvertreter, also Wirtschaftskammer-Bezirksobmann, scheidet er im Jänner aus. Michael Gitterle (Raumausstattung Gitterle) ist Prantauers (Wunsch-)Nachfolger.

 

Von Daniel Haueis

 

Am 4. und 5. März wählen die Wirtschaftskammer-Mitglieder ihre Branchenvertreter in den Fachorganisationen. Der Wirtschaftsbund mit über 10000 Mitgliedern setzt dabei auf mehr als 1200 Kandidaten. Zum Wahlkampfauftakt versammelten sich WB- und WK-Spitzenvertreter im Lantech Landeck. Besonders wichtig an diesem Abend war aber eine „Übergabe“: Wirtschaftsbund-Bezirksobmann Anton Prantauer übergab an Michael Gitterle, der von den Delegierten der Bezirksgruppen-Hauptversammlung einstimmig gewählt wurde. Der 41-jährige Michael Gitterle, MBA leitet seit zwölf Jahren die Gitterle Sebastian Raumausstattung GmbH in Urgen. Er hat die fünfjährige Innenausbau-HTL in Imst besucht, ist seit 2003 Bodenlegermeister und hat anschließend ein Studium an der Donau Uni Krems absolviert.

 

HÖCHSTE EHRUNG FÜR ANTON PRANTAUER. Toni Prantauer war seit 33 Jahren im Wirtschaftsbund tätig, auch 30 Jahre in der Wirtschaftskammer (davon acht als Obmann). Nachdem er mit 61 Jahren sein letztes Lebensviertel oder -drittel beginne, wolle er das Leben noch ein wenig genießen. Nachdem Prantauer auch Gemeinderat in Zams war und ihm allein die Wirtschaftskammer-Funktionen in den letzten acht Jahren 1000 Abende bereitet haben, die er nicht zu Hause verbracht hat, ein verständlicher Wunsch. Allerdings steht ohnehin die Betriebsübergabe an – eine Aufgabe, die Prantauer besonders ernst nimmt, handelt es sich bei dem Zammer Betrieb doch um einen der ältesten im Bezirk: Er wurde 1709 in der Lötz gegründet. 50 Mitarbeiter hat das Unternehmen, in den nächsten zwei, drei Jahren soll die Führung an die zehnte Prantauer-Generation übergeben werden. „Es sollte jetzt eine Verjüngung stattfinden“, sagt Prantauer auch mit Blick auf die WK-Wahlen kommendes Jahr. Daher hat er die Weichen gestellt: Gitterle soll die WK-Obmannschaft mit 20. Jänner übernehmen, als „Frächterobmann“ wird ihm Erwin Falch aus St. Anton nachfolgen. Das Engagement Toni Prantauers wurde auch bei der Wirtschaftsbundversammlung gebührend gewürdigt: „Anton Prantauer war in seiner Funktion die starke Stimme der Wirtschaft im Bezirk Landeck. Durch sein Engagement und seinen Einsatz für die heimische Wirtschaft hat Anton Prantauer in den letzten neun Jahren an der Spitze der Landecker Wirtschaft eine starke und erfolgreiche Richtung gegeben – dafür ein großes Danke seitens des Wirtschaftsbundes“, sagte Landtagsvizepräsident Anton Mattle als Laudator. Mattle und WK-Präsident Christoph Walser überreichten Anton Prantauer die höchste Auszeichnung des Österreichischen Wirtschaftsbundes – die Julius-Raab-Medaille. Diese ist nach dem Gründer des Wirtschaftsbundes und „Staatsvertragskanzlers“ benannt und zeichnet für besondere Verdienste um Österreichs Wirtschaft aus. Sichtlich stolz nahm Anton Prantauer die hohe Ehrung entgegen – genau 60 Jahre, nachdem seinem Großvater diese Ehre zuteil wurde.

 

WK-Präsident Christoph Walser und LT-Vizepräsident Anton Mattle überreichen Anton Prantauer die Julius-Raab-Medaille. Foto/Credit: WB/klickfisch