Naturschönheiten schützen und erhalten

Einsatzstellenleiter Wolfgang Köck, LH-Stvin. Ingrid Felipe, GF Anette Kestler, Bezirksforstinspektor Josef Walch und Bergwächter Franz Köpfle (v.l.). Fotos: Naturpark Tiroler Lech

Neue Besucherlenkung im Frauenschuhgebiet Martinauer Au

Er ist die größte heimische Orchidee und streng geschützt – der Frauenschuh. In Europas größtem zusammenhängenden Frauenschuhgebiet in der Martinauer Au sind an die 3000 Frauenschuhpflanzen zu bewundern.

„Die Blütezeit des Frauenschuhs ist von Mitte Mai bis Mitte Juni. In diesem vier Wochen besuchen Orchideenfreunde aus nah und fern das Frauenschuhgebiet in der Martinauer Au. Wir können die Besucherzahl nur grob schätzen und liegen bei ca. 8000 Pflanzenfreunden.“ So die Geschäftsführerin des Naturparks Tiroler Lech, Anette Kestler. Damit das Gebiet in seiner Schönheit weiterhin erhalten bleibt, sind während der vierwöchigen Blütezeit täglich die Bergwächter der Einsatzstelle Elmen-Pfafflar vor Ort. Sie kümmern sich ehrenamtlich um den Erhalt der Frauenschuhbestände und sorgen dafür, dass die Besucher sich im Gebiet rücksichtsvoll verhalten.

Naturschönheiten bleiben erhalten. Um die Besucher gezielt durch das Gebiet zu lenken und so die Natur größtmöglich zu schützen, wurden einige Maßnahmen zur Besucherlenkung erfolgreich umgesetzt. Das Projekt wurde vom Naturpark geleitet und in Zusammenarbeit mit der Bergwacht Elmen-Pfafflar und der Bezirksforstinspektion umgesetzt. Zum einen wurde der Eingangsbereich von Privatgrund auf einen Grund der Gemeinde Elmen verlegt. Von da aus führt ein barrierefreier Weg mit einem Steg in das Frauenschuhgebiet. Die Leiteinrichtungen wurden erneuert und das Wegenetz neu gestaltet. Infotafeln im Eingangsbereich erzählen vom Frauenschuh und seinem Standort in der Martinauer Au. Der Bergwacht wurde vom Naturpark eine mobile Unterkunft zur Verfügung gestellt. „Die Mithilfe der Bergwacht ist uns Gold wert. Ohne die Bergwächter würde das Gebiet sicherlich nicht mehr so erhalten sein, wie es jetzt ist. Durch die neue Besucherlenkungsmaßnahmen werden die Besucher ganz gezielt durch das Gebiet geführt und die Naturschönheiten des Gebiets bleiben erhalten.“ Bei einer Ortsbegehung konnte sich LH-Stvin. Ingrid Felipe ein Bild vom neuen Besucherlenkungskonzept machen. Mit vor Ort waren der Einsatzstellenleiter der Bergwacht Elmen-Pfafflar, Wolfgang Köck, der Bezirksforstinspektor Josef Walch, die Geschäftsführerin des Vereins Naturpark Tiroler Lech, Anette Kestler sowie der Bergwächter Franz Köpfle aus Vorderhornbach, der seit mehr als 50 Jahren das Gebiet betreut.