Neue Bahnsteige in Roppen und Imsterberg

Zwei neue und barrierefreie Bahnsteige werden derzeit am Bahnhof Roppen errichtet. RS-Foto: Schnöll

Sperre der Arlbergstrecke wird für Umbauarbeiten genutzt – Konzept für drei neue Bahnunterführungen in Roppen

Während der Sperre der Arlbergbahnstrecke, die noch bis zum kommenden Montag, dem 3. September, dauert, werden seitens der ÖBB-Infrastruktur auch eine Vielzahl von Erhaltungs- und Sanierungsarbeiten auf der wichtigen Gebirgsstrecke durchgeführt. Bahnkunden, die den Bahnhof Roppen oder die Haltestelle Imsterberg frequentieren, dürfen sich freuen. Beide Bahnhöfe erhalten neue Bahnsteige, welche die Sicherheit und den Komfort für die Reisenden deutlich erhöhen.

Von Gebi G. Schnöll

In Roppen wird der bestehende Mittelbahnsteig abgetragen und durch zwei jeweils 220 Meter lange Randbahnsteige mit der Standardhöhe von 55 Zentimetern ersetzt. Der südlich, beim Bahnhofsgebäude gelegene Bahnsteig ist über eine Rampe barrierefrei erreichbar, der Bahnsteig 2 ist über die bestehende Unterführung erreichbar. Die Bahnsteige werden mit einem offenen Unterstand, in dem sich auch die Bahnsteigausstattung befindet, ausgerüstet. „Die Bahnsteigausstattung besteht aus Bänken, Standaschern, Fahrscheinautomaten und Monitoren mit Monitorvitrinen. „Im Zuge des Umbaus werden im Bahnhofsbereich auch die Gleise und Weichen erneuert“, schilderte vergangenen Donnerstag Günter Oberhauser von der ÖBB-Infrastruktur AG bei einem Lokalaugenschein.

Unterführungskonzept.

Noch gibt es am Bahnhof Roppen eine Fahrdienstleitung. „Früher oder später wird auch dieser Bahnhof von der Betriebsleitzentrale in Innsbruck aus gesteuert“, kündigt Günter Oberhauser an. Bauarbeiten beim und abseits vom Bahnhof wird es in den nächsten Jahren wohl noch öfters geben. „Gemeinsam mit der Gemeinde Roppen arbeiten wir derzeit an einem Konzept, damit die Probleme mit den zu niedrigen und zu schmalen Bahnunterführungen beim Bahnhof sowie bei der Innkniesiedlung und beim Weiler Ötzbruck beseitigt werden können. Möglich, dass erste Baumaßnahmen bereits 2020 erfolgen können“, kündigt Oberhauser an.

Bald kein Schrankenwärter mehr.

Auch die Haltestelle Imsterberg bekommt einen neuen, ebenfalls 220 Meter langen Bahnsteig. Dieser wird in Richung Westen veschoben, um eine Überschneidung mit der Eisenbahnkreuzung zu vermeiden. Eine neu zu errichtende Zugangsrampe stellt die Barrierefreiheit her. In Imsterberg wird die Zeit auch genutzt, um die Sicherungsanlagen von vier Eisenbahnkreuzungen zu erneuern. Ebenso werden die Vorarbeiten für eine automatisierte Steuerung der Schrankenanlagen geleistet. „Die Baumaßnahmen in Roppen und Imsterberg wurden mit Beginn der Arlbergsperre am 17. August gestartet. Mit Ende der Sperre werden die Bahnsteige soweit hergestellt sein, dass sie benutzbar sind, die Fertigstellung erfolgt bis Jahresende 2018, einzelne Teile der Ausstattung folgen 2019“, so Oberhauser. Der Schranken beim Bahnhof Imsterberg wird übrigens von einem ÖBB-Schrankenwärter immer noch händisch bedient. Das wird aber bald Vergangenheit sein. „Voraussichtlich ab Mitte nächsten Jahres wird der Schranken elektronisch gesteuert, einen Schrankenwärter wird es ab dort nicht mehr brauchen“, so Oberhauser.

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