Neuer AST-Standort in Höfen feierlich eingeweiht

Das Band ist durchschnitten, der neue Standort Höfen damit offiziell eröffnet. Darüber freuen sich GF Klaus Schiffer, LR Patrizia Zoller-Frischauf, GF Peter Hirvell, Bgm. Alois Oberer, EWR AG Vorstand Michael Hold und Bgm. Vinzenz Knapp (v.l.). RS-Fotos: Wagner

Standortentscheidung als Beispiel für gelungene Inter-Kommunalität gelobt

AST wurde 1986 in Telfs gegründet. 1997 übernahmen die Elektrizitätswerke Reutte das Unternehmen. Ein Jahr später übersiedelte die Produktion von Telfs nach Reutte. 

Die Entwicklung des mittlerweile weltweit agierenden Unternehmens ist seitdem stets nach vorne gerichtet – die AST ist Marktführer für Absorber-Systeme.
Ein wichtiger und großer Schritt in dieser beeindruckenden Entwicklungsreihe wurde mit der Standortübersiedelung nach Höfen gemacht. Notwendig wurde die Übersiedelung, um den Ansprüchen der Kunden weltweit entsprechen zu können. Die Produktion soll schneller, leichter und besser funktionieren. Die interkommunelle Entscheidung für Höfen gilt als nachahmenswertes Zukunftsmodell.

Regisseure.
Flüssiges gab es für die beiden Geschäftsführer des Außerferner Paradeunternehmens. Sie sind mit Recht stolz: WK-Bezirksobmann Christian Strigl, GF Klaus Schiffer, GF Peter Hirvell und WK-Bezirksstellenleiter Bgm. Wolfgang Winkler (v.l.).

Die beiden Geschäftsführer der AST, Klaus Schiffer (CEO) und Peter Hirvell (Managing Director Sales & Marketing), gelten als Regisseure beim Unternehmen „Übersiedelung“. Vor allem Klaus Schiffer war maßgeblich mit der Planung und der Ausführung des Umbaus befasst. Nicht ohne Stolz begrüßte er internationale Gäste zur Eröffnungsfeier in Höfen und wertete deren Anwesenheit auch als Marker für das imposante Wachstum und die internationale Entwicklung des Unternehmens. Auch sei es eine weise Entscheidung des Reuttener Bürgermeisters Alois Oberer gewesen, wirtschaftliches Denken vor das Kirchturmdenken zu stellen.
Peter Hirvell nennt als größte Herausforderung, während der laufenden Produktion und bei wachsendem Geschäft den gesamten Standort zu übersiedeln. Alle, die Eislaufen als Breitensport betreiben, bezeichnete er als „key-partners“. Sie sind es, die AST-Produkte benötigen, ihnen sei es vor allem zu verdanken, dass die AST heute ist, was sie ist.

Zwei Außerferner Protagonisten auf einer AST-Eisfläche. Die Geschwister Corinna und Patrick Huber beeindruckten mit ihrem Können.

EWR AG Vorstand Michael Hold blickt auf die Entscheidung der damaligen EWR-Geschäftsleitung zurück, 1997 – in einer unsicheren Zeit – das Geschäftsfeld auszuweiten und die AST zu übernehmen. Seitdem hat sich der Umsatz des Unternehmens vervierfacht. Die AST überzeugt international. Das zeigen Projekte wie der Wiener Eistraum, die Eislaufbahn am Gorki Park in Moskau oder die Kunsteisbahnen auf Kreuzfahrtschiffen.
WK-Bezirksobmann Christian Strigl verweist in seinen Worten auf die de facto Vollbeschäftigung im Bezirk Reutte. Dass das wirtschaftliche Klima gesund sei, zeigt unter anderem, dass investiert wird. Die AST sei als „hidden champion“ ein Unternehmen mit Weltformat, dessen Ruf weit über die Bezirksgrenzen hinausreicht. Auch Christian Strigl war voll des Lobes für die interkommunale Entscheidung Alois Oberers. Nachahmung sei gewünscht, schloss er seine Ansprache ab. Der AST wünscht er, dass weiter Eisträume realisiert werden mögen.
Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf betont, dass Investitionen immer ein deutliches Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort seien. Die AST verfolgte und verfolgt eine Internationalisierungsstrategie, die ein wesentliches Merkmal der Tiroler Wirtschaft darstelle. Internationaler Vergleich bedeute aber immer auch die Herausforderung, zu den Besten zu gehören. Die AST erfüllt das.

Interkommunal.

Standortbürgermeister Vinzenz Knapp fasst seine Gefühle in einem bedeutungsvollen Satz zusammen: „Des froit uns Höfamar.“ Er sei zur AST gekommen, wie die Gottesmutter zum Kind. „Plötzlich war sie da, die AST!“ Seinen Dank richtet auch er an Alois Oberer. Über den Tellerrand hinauszublicken sei zukunftsweisend, überregionale würden in Zukunft über regionale Raumordnungskonzepte zu stellen sein.
Alois Oberer, Bürgermeister der Marktgemeinde Reutte, sieht es als beste Entscheidung für das florierende Unternehmen AST, sich im Koch-Gebäude in Höfen einzumieten. Er habe dafür aber auch einige Kritik einstecken müssen. Nicht jedem habe es gefallen, ein gemeindeeigenes Unternehmen nun an einem neuen Standort in einer Nachbargemeinde zu sehen. Der von ihm forcierte Schritt sei auch als starke Komponente der Entpolitisierung zu sehen. Alois Oberer gilt als Verfechter der Förderung gemeindeübergreifender Zusammenarbeit. Diese könne gestärkt werden, wenn etwa die Kommunalsteuer auf die Gemeinden des Planungsverbandes (Gemeinden zwischen Weißenbach und Vils) aufgeteilt würde. Oberer mahnt bei der Raumplanung den „interkommunalen Adlerblick“ ein, denn: „Ohne Inter-Kommunalität wird es mittel- und langfristig nicht gehen.“ Bgm. Alois Oberer blickt voll Vorfreude in die Zukunft: „Ich freu mich schon heute auf ,Reutte on Ice’, das Projekt, das 2019 von der AST im Reuttener Untermarkt umgesetzt wird.“ Dekan Franz Neuner übernahm die Segnung des AST-Standortes Höfen und zog in seiner Ansprache einen Vergleich zwischen dem Außerferner Paradeunternehmen und der Tiroler Geschichte. Ähnlich wie im historischen Tirol würde nämlich auch bei der AST mit ihren vielen internationalen Verknüpfungen „die Sonne nicht untergehen.“