Neuer Leutascher „Vize“ heißt Stefan Obermeir

Der 51-jährige Stefan Obermeir wurde mit 14 Prostimmen (eine Enthaltung) zum neuen Vizebürgermeister von Leutasch gewählt. Foto: Iris Krug

Der 41-jährige aus Unterkirchen wurde mit großer Mehrheit vom Gemeinderat zum Bürgermeisterstellvertreter gewählt

Im Rahmen der jüngsten Leutascher Gemeinderatsssitzung wurde Stefan Obermeir von der Gemeinsamen Leutascher Bürgerliste mit überwältigender Mehrheit zum neuen Vizebürgermeister gewählt. Er folgt auf Jorgo Chrysochoidis (Für Leutasch), der Ende März zum Nachfolger von Bgm. Thomas Mößmer avancierte.

Der 51-jährige Obermeir stammt aus Unterkirchen und ist in Leutasch als langjähriger Kommandantstellvertreter der Freiwilligen Feuerwehr Unterleutasch bekannt. Er arbeitete viele Jahre als Installateur bei der Firma EG Egger in Reith und wechselte vor kurzem als Technischer Betriebsleiter ins Team des Alpenbad Leutasch.

OBERMAIR IST SEHR NATURVERBUNDEN. Er geht gerne wandern, jagen und mountainbiken. Politisch hat er schon einige Erfahrung: „Thomas Mößmer hat mich vor 14 Jahren gefragt, ob ich auf seiner Liste kandidieren möchte. Ich hab ihm spontan geantwortet, dass ich das nur tue, wenn ich meine eigene Meinung vertreten darf, und das war nicht nur bei ihm, sondern auch unter unserem neuen Bürgermeister Jorgo Chrysochoidis der Fall. Man hat das Gefühl, im Gemeinderat gibt es nicht  mehrere Fraktionen. Wir sind ein gutes Team und arbeiten gerne zusammen!“ Obermeir war in seiner ersten Legislaturperiode unter Bgm. Mößmer im Bauausschuss, dann im Überprüfungsausschuss tätig. Durch den Rücktritt Mößmers rückte er in den Gemeindevorstand auf. Besonders bedanken möchte sich der neue Bürgermeister-Stellvertreter beim gesamten Gemeinderat für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Er wurde mit 14 Stimmen und einer Enthaltung zum Vize-Bgm. gewählt.

HUNDEKOT UND LEINENPFLICHT.  Mit dem gleichen Stimmenverhältnis wurde Bgm. Chrysochoidis Substanzverwalter der Gemeindegutsagrargemeinschaft Gaistal-Rotmoos. Zu seinen Stv. bestimmt wurden GR Siggi Klotz und GR  Gregor Hendl. Chrysochoidis bedankte sich nach der Wahl bei Klotz, der dieses Amt interimistisch nach dem Rücktritt  von Bgm. Mößmer übernommen und in dieser Funktion mit viel Engagement die Vorarbeiten für den Kohlplatzlweg und für die Wald-Weidetrennung übernommen hatte. Ohne Beschluss endete die Gemeinderatsdebatte über die Leinenpflicht im gesamten Leutascher Gemeindegebiet. Auf Grund einer erfolgreichen Klage eines Hundebesitzers, der gegen diese generelle Richtlinie rechtlich vorging, wurde man vom Land aufgefordert, die nicht gesezteskonforme Regelung zu überarbeiten. Man muss Zonen ausweisen, in denen sich Hunde auch ohne Leine bewegen dürfen. Bgm. Chrysochoidis und Amtsleiter Ing. Jochen Neuner hatten mit dem Land abgeklärt, wie groß solche Zonen sein sollten: „Zumindest ein paar Spazierwege oder zwei größere Gebiete sollten von der Leinenpflicht ausgenommen werden!“  GR Siegmund Neuner gab zu bedenken, dass auf die Interessen von Tourismus, Landwirtschaft und Jagd Rücksicht genommen werden muss. Er sprach sich für die Einführung eines motorisierten Flurwächters und eine Erhöhung der Hundesteuer aus: „Landauf, landab sind wir die billigsten. Die Einnahmen decken nicht einmal die Kosten der Gassi-Sackerl!“ Harald Aschaber von der Bergwacht berichtete, wie schwierig derzeit die Überwachung der Verordnung sei: „Wir müssen die Menschen, die dagegen verstoßen, nicht nur anhalten, sondern sie auch nach ihrer Identität fragen. Meist bekommen wir nur Unfreundlichkeiten zu hören!“ In der kommenden Sitzung soll das Thema neuerlich behandelt werden. Ebenfalls in einer der nächsten Sitzungen diskutiert werden soll das Parkplatzproblem in der Klamm, beim Familienklettergebiet „Flämenwandl“ und bei der Rodelbahn auf den Hohen Sattel. Bgm. Chrysochoidis konnte berichten, dass der Dorfbus während der Wintersaison sehr gut angenommen wurde: „Es wurden 11.000 Fahrgäste transportiert. Am stärksten Tag stiegen 276 Menschen ein. Bis dato konnten wir aber noch nicht definitiv abklären, ob wir den Bus auch im Sommer finanzieren können. Ich werde darüber noch mit dem Tvb-Vorstand und dem VVT verhandeln.“

Von Bernhard Rangger

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