Neues Gesicht für das Telfer Ortszentrum

Bgm. Christian Härting, Architektin Teresa Stillebacher, GV Alexander Schatz und Bauamtsleiter Andreas Kluibenschedl stellten das Projekt nicht nur im Detail vor, sie beantworteten zudem zahlreiche Fragen der Bürger.RS-Fotos: Hackl

Öffentliche Gemeindeversammlung „Neugestaltung Ortszentrum“ stieß auf reges Interesse mit positivem Feedback

Bevor der Telfer Ortskern dank des neuen Beleuchtungskonzeptes und der umfassenden baulichen Umgestaltung in ein neues Licht getaucht wird, wurden die genauen Pläne am vergangenen Donnerstag – im Rahmen einer öffentlichen Gemeindeversammlung – von allen Seiten beleuchtet. Ein Großprojekt, das wieder Leben ins Zentrum bringen soll und in das nicht nur die Marktgemeinde, sondern auch Wirtschaftstreibende, private Investoren und das Land Tirol investieren. Das Interesse an der Informationsveranstaltung war groß, wie der bis auf den letzten Platz gefüllte Telfer RathausSaal und die zahlreichen Fragen der Bürger untermauerten. 

„Die erste ausführliche Veranstaltung zur Verschönerung des Zentrums hat bereits im Zuge der Fasnacht stattgefunden“, ließ der Wirtschaftsausschussobmann und Leiter des Begegnungszonen-Beirates, Alexander Schatz, schmunzelnd wissen. Die im Gemeinderat einstimmig beschlossene Begegnungszone ist Teil des „Verkehrskonzeptes 2035“. „Ich weiß, dass die Neugestaltung nicht immer positiv aufgenommen wird, aber ein ansprechender Ortskern ist wichtig für die Identität. Das neue Zentrum sorgt hoffentlich für einen Aufschwung und eine höhere Frequenz“, erklärt Bgm. Christian Härting und bittet für die bevorstehenden Großbaustellen um Verständnis, zumal man für alle 16.000 Bewohner baue. Im Laufe des Jahres 2020 werden in der Marktgemeinde größere und kleinere Projekte umgesetzt: Erweiterung des Inntalcenters, das Hotelprojekt am ehemaligen Ganner-Areal, der Kreisverkehr beim Sicherheitszentrum, die Einrichtung eines Bürgerservices, die Büchereivergrößerung sowie private Investitionen rund um das Apotheker- und Dollinger Haus. 

ARCHITEKTONISCHES IM ZEITPLAN. Der Startschuss für die ersten Projekte – Bürgerservice und Umbau Inntalcenter Süd – ist bereits mit Februar gefallen. Die Neugestaltung des Ortszentrums erfolgt in vier Abschnitten, wobei die Arbeiten im März aufgenommen und voraussichtlich Ende Oktober abgeschlossen werden. Im Sinne einer gesteigerten Aufenthaltsqualität wird der Asphalt einer flächendeckenden Pflasterung weichen, wobei die Gehwege und die Straße auf ein Niveau angehoben werden. Zudem soll das Zentrum mit Stadtmöbeln versehen und großzügig begrünt werden. Wasserelemente sowie ein neues Beleuchtungskonzept sind ebenso angedacht wie die Möglichkeit der Überdachung von rund 200 Quadratmeter mittels Großschirmen. Die dritte Bauphase wird vom Land Tirol finanziert und umfasst den Kreisverkehr beim Sicherheitszentrum an der Kreuzung Tiroler und Mieminger Straße. „Das ist sicher das kritischste Vorhaben, dessen Umsetzung wir innerhalb von zwei Monaten abschließen wollen“, unterstreicht Härting.

OMBUDSFRAU: EIGENE WEBSITE UND FRAGEN. Laura Schennach fungiert in den kommenden Monaten als Ombudsfrau und ist somit für alle Bürger und deren Anliegen rund um die Großbaustellen die erste Anlaufstelle. Zudem wurde eine eigene Webseite – ortskerngestaltung.telfs.gv.at – auf der sich jeder über den aktuellen Stand informieren kann, eingerichtet. Bgm. Christian Härting, Architektin Teresa Stillebacher, GV Alexander Schatz und Bauamtsleiter Andreas Kluibenschedl stellten das Projekt nicht nur im Detail vor, sondern standen den Bürgern anschließend Rede und Antwort. Durch die Bank ging allen Fragen und auch möglichen Bedenken ein positives Statement zur Optik der geplanten Neugestaltung voran. Thematisch kreisten die Wortmeldungen der Bürger um Sicherheit, Verkehr, neue Betriebsansiedlungen, die einzelnen Baulose und eventuelle Einschränkungen bei Anlieferungen bzw. die Zugänglichkeit des jeweiligen Abschnitts.

Von Beatrice Hackl

Telfer nutzten die Gelegenheit für direkte Gespräche mit den Verantwortlichen. RS-Foto: Hackl
Die neue Ombudsfrau in puncto Großbaustellen – Laura Schennach.Foto: Pichler

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