Neuwahlen beim Tourismusverband Naturparkregion Reutte

Sie geben ein großes Wahlversprechen: Johannes Gomig jun., Hermann Ruepp, Michael Hold, Armin Walch, Günther Singer, Thomas Ruepp, Christian Rhomberg, Markus Saletz und Alexander Trs (hinten, v. l.) und Andrea Speckbacher, Alexandra Senn und Annelies Paulweber (sitzend v. l.). Nicht im Bild ist Natalie Klotz. Foto: Hotel Mohren

Obmann Hermann Ruepp stellt sich mit drei Listen der Herausforderung

Bei der Vollversammlung der Reuttener Touristiker, am 27. November, sollen die Karten neu gemischt werden (die RUNDSCHAU berichtete). TVB-Obmann Hermann Ruepp sieht der Wahl – trotz Gegenwind – überzeugt entgegen. 

Der Bitte des Aufsichtsrates, noch eine Periode als TVB-Obmann zu wirken, ist er nachgekommen. Dass es gelungen ist, mit Natalie Klotz  und Markus Saletz zwei junge, engagierte Tourismus-Unternehmer mit ins Boot zu holen, sieht er als gehörigen Vorteil. Beide verfügen schon über einige Berufserfahrung, das unterstütze die Motivation, im Vorstand Verantwortung zu übernehmen. Der Aufsichtsrat wird sich aus drei Stimmgruppen zusammensetzen. In diesen drei Stimmgruppen konnten Listen erstellt werden. Auch hier stellen sich einige junge Leute, die in touristischen Belangen interessiert sind, der Herausforderung.

Spannend. Seine eigene Zeit als Vorstand des TVB bezeichnet Hermann Ruepp als spannend und ereignisreich. Ganz nach vorne setzt er die Entwicklung der neuen Website. Wenn auch das Internetmarketing intensiviert und optimiert wurde, stehe man erst am Anfang der Entwicklung. Erfreuliche erste Zahlen und positive Resultate zeigen aber, dass man hier den richtigen Weg eingeschlagen hat. So besuchten 2017 um 30% mehr Interessierte die Website, die Verweildauer auf der Seite ist zufriedenstellend, nur wenige Besucher springen ab. Facebook, Instagram und der Blog, der von den TVB-Mitarbeitern gepflegt wird, zeigen positive Tendenzen. Ein herausragender Erfolgsfaktor der Region ist der Lechweg, der seit fünf Jahren viele Gäste in die Region bringt. Auch hier wird ständig an der Optimierung und Verbesserung – wie der Ausarbeitung der sogenannten „Lechschleifen“ – gearbeitet. Die Strategie „Natur weiß erleben“ soll auch im Winter Urlauber in die Region bringen, die vor allem Erholung suchen.
Mit der Highline 179 besitzt die Naturparkregion Reutte einen dynamischen Faktor, der auch junges Publikum anspricht. Rund um diesen Magnet sollen weitere Attraktionen geschaffen werden. Ein Beispiel hierfür sind die Stuibenfälle, ein Naturjuwel mit „Neun Plätze– neun Schätze-Charakter“.

Aktiv in der Naturparkregion. Jedem Gast der Region steht ein abwechslungsreiches  Programm zur Verfügung, das unter der Gäste-Aktiv-Card geführt wird. Seit vier Jahren wird an einer Erweiterung bzw. Attraktivierung dieses Programms ständig gearbeitet.
Einige Events markieren das Tousismusjahr über Höhepunkte in der Naturparkregion Reutte. So ziehen etwa die Ritterspiele auf Ehrenberg unzählige Gäste an, das Sommerhalbjahr wurde mit großem Erfolg durch die Flugshows der Flying Bulls rund um die Highline eingeläutet und heuer fand erstmals der Bergherbst statt. Auch hier gilt es,  für die nächsten Jahre eventuell neue Impulse zu setzten.

Steigerung bei Nächtigungen. In den letzten Jahren konnten die Nächtigungen um ca. 100.000 gesteigert werden, die Naturparkregion Reutte rangiert damit bei etwa 500.000 Nächtigungen. Man sei damit eine vergleichsweise kleine Region, dennoch sei im Tourismus durchaus eine Wertschöpfung möglich, so Hermann Ruepp. Es gelte, sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren und diese zu optimieren.
Die tägliche Arbeit der Mitarbeiter in den TVB-Büros möchte der neue Aufsichtsrat bestmöglich unterstützen. „Wir stehen dafür, neue Ideen einzubringen Projekte zu verwirklichen und das Bestehende auszubauen“, so das Versprechen des noch amtierenden TVB-Obmannes.