Nun macht sich Angst vor dem Zündler breit

Ein Brandermittler suchte nach dem Brand in Inzing-Hof mit einem Spürhund nach verwertbaren Spuren. Foto: zeitungsfoto.at

Unheimliche Brandserie beschäftigt Ermittler – Bei zwei gelegten Bränden in Inzing nahm Feuerteufel auch Pferdeleben in Kauf

Wann brennt der nächste Feldstadel? Nimmt der unbekannte Brandstifter demnächst sogar Menschenleben in Kauf und verlegt seinen Aktionsradius eventuell in ein Dorf? Letztere Frage stellt sich nach dem Brand eines Pferdeunterstandes in der Nacht auf Montag letzter Woche in Inzing. Dort konnten in letzter Sekunde sieben Haflingerpferde aus dem brennenden Gebäude gerettet werden. In der Nacht zuvor ist in Hatting eine Feldscheune in Flammen aufgegangen. In der Nacht auf Dienstag dieser Woche schlug der Zünder wieder zu. Diesmal versuchte er im Inzinger Ortsteil Oblaten einen Pferdestall anzuzünden. An insgesamt zehn Feldstadeln und Unterständen für Tiere hat der Unbekannte bisher seine krankhafte Neigung ausgelassen. Die Polizei unternimmt derzeit alles, um dem Feuerteufel das Handwerk zu legen. 

Jetzt sind es bereits zehn Brandstiftungen, die auf das Konto eines Zündlers gehen könnten. Wie die RUNDSCHAU bereits ausführlich berichtete, waren in den vergangenen Wochen Pfaffenhofen, Pettnau-Leiblfing, Zirl, Unterperfuss und Inzing die Schauplätze von Feldstadelbränden. In der Nacht auf vorletzten Sonntag brannte es dann erneut. Diesmal kurz vor Mitternacht in der Gaisau bei Hatting.  Die örtliche Wehr und die Nachbarfeuerwehren aus Pettnau und Polling konnten das Feuer rasch löschen, verletzt wurde niemand. In der Nacht auf vorletzten Montag ging dann kurz vor elf Uhr nachts ein Pferdeunterstand im Inzinger Ortsteil „Hof“ in Flammen auf. Sieben Haflingerpferde wurden rechtzeitig in Sicherheit gebracht, die Feuerwehren Inzing und Hatting löschten den Brand. In der Nacht auf den vergangenen Donnerstag waren dann die Feuerwehren aus Telfs und der Nachbargemeinde Pfaffenhofen gefordert, als im Telfer Ortsteil „Lehen“ kurz nach Mitternacht ein Feldstadel in Flammen aufgegangen  ist. In der Nacht auf Dienstag dieser Woche ist gegen halb zwei Uhr von einem Anrainer bei einem Pferdeunterstand im Inzinger Ortsteil Toblaten ein Feuer entdeckt worden. Die Feuerwehr konnte einen Vollbrand rechtzeitig verhindern. Rechnet man den ebenfalls noch ungeklärten Brand eines Gartenhauses in der Nacht auf den 7. Juli in Rietz hinzu, dann sind es bereits zehn Brände, die auf das Konto des Zündlers gehen könnten.

HINWEISE WERDEN DRINGEND ERBETEN. Auffallend ist, dass bis auf den Brand in Pfaffenhofen alle anderen Brände in der Zeit kurz vor oder kurz nach Mitternacht gelegt wurden. Nicht ausgeschlossen, dass sich der unbekannte Feuerteufel nach den Brandlegungen weit abseits  von den brennenden Gebäuden an den Flammen und Blaulichtern ergötzt. Die Polizei ermittelt derzeit mit Hochdruck. „Wir unternehmen alles, um die unheimliche Brandserie zu klären und wir ersuchen die Bevölkerung dringend um Hinweise“, heißt es von Seiten der Ermittler.

Zweckdienliche Hinweise nehmen die Polizeidienstellen Telfs (Tel. 059 133 7126) und Zirl (Tel. 059 133 7132) sowie das LKA Tirol unter Tel. 059 133 70-3333 entgegen.

In der Nacht auf vorletzten Sonntag brannte in der Hattinger Gaisau ein Stadel. Foto: zeitungsfoto.at
Auch in der Nacht auf vergangenen Donnerstag waren die Feuerwehren gefordert, als in Telfs ein Feldstadel angezündet wurde. Foto: zeitungsfoto.at
Im Inzinger Ortsteil Toblaten sollte in der Nacht auf Dienstag dieser Woche ein Pferdeunterstand in Flammen aufgehen. Das Feuer wurde rechtzeitig entdeckt und gelöscht. Foto: zeitungsfoto.at