Oberländer zeigten bei Saison-Start auf

Thomas Kammerlander jagt die kurze, aber sehr selektive Strecke am Sonnenhang hinunter. RS-Foto: Unterpirker

Traumhafte Bedingungen bei Rodel-Weltcup-Auftakt im Kühtai

Mein lieber Hannes, die können das aber! Wer? Die Naturbahn-Rodler! Sowohl Organisatoren als auch Sportler. Beim Weltcup-Auftakt der Naturbahnrodler im Kühtai knirschten auf der kurzen, aber knackigen Bahn die Eiskristalle. Manch einen warf die Rodel ab. Nicht so Thomas Kammerlander, oder unsere Doppel-Youngster Fabian Achenrainer und Miguel Brugger, die Top-Platzierungen hinknallten.

Von Albert Unterpirker

Minus 17 Grad wurden am Samstag am Sonnenhang gezählt, hui, da gab es wohl massenhaft Einsatz von langen Unterhosen. Nein, am Sonntag nicht, da sollten die Temperaturen ideal sein (knapp unter Null). Egal! Sowieso nicht zweimal bitten ließen sich die Athleten, für die am kurvenreichen Parcours nur eines galt: Wer bremst, verliert! Nach diesem Motto wurde manch einer, der seinen „Bock“ nicht ganz im Griff hatte, auch abgeworfen. Äußerst attraktiv jedenfalls die Finalläufe. Während bei den Doppelsitzern mit den fünftplatzierten (!) Fabian Achenrainer (Ried) und Miguel Brugger (Sautens) gejubelt werden durfte, setzte Vanessa Markt (Sautens) bei den Damen mit Rang zehn der Oberländer Stimmung noch einen drauf. Dann die Endläufe der Männer, wobei die ersten fünf nach dem ersten Lauf nur innerhalb von 0,12 Sekunden lagen, in dieser Reihenfolge: Thomas Kammerlander vor Patrick Pigneter, Alex Gruber (beide Ita), Michael Scheikl (St) und Florian Glatzl (Navis). Pigneter, in den letzten Jahren Dauerrivale von Kammerlander, schwächelte im zweiten Run, dafür stieg sein Landsmann Gruber in die Siegesstapfen, schnappte „Kami“ noch knapp den Triumpf vor der Nase weg: Drei Hunderstel Rückstand! Dennoch war der Ötztaler zufrieden: „Ich kann über Rang zwei nicht klagen. Es war das erwartet schwere Rennen, Alex ist ein würdiger Sieger. Um hier ganz vorne mit dabei zu sein, braucht es nahezu zwei perfekte Läufe. Bis auf kleinere Fehler sind mir die gelungen – der Start in den Weltcup ist damit geglückt.“

PROMI-RACE.

Geglückt ist im Kühtai auch der Promi-Bewerb, der einige namhafte Sportler auf die Piste brachte. Auf die Piste? Nicht nur dahin! Erstmal hieß es für die Promis samt Rodel auf der Schulter die Strecke raufjoggen, dann per Schlitten abfahren. Unten ging es biathlonmäßig weiter, wurde doch auf Zielscheiben geschossen. Mit dabei im stark besetzten Promi-Race war unter anderem auch das Oberländer Rad-Sternchen Laura Stigger.

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