Oberperfuss kann nun mit Liftbau beginnen

Das Zittern um den neuen Lift in Oberperfuss ist vorbei. Dienstag letzter Woche hat der Gemeinderat dem Finanzierungsplan zugestimmt. RS-Fotos: Schnöll

Gemeinderat hat Finanzierungsplan nun mehrheitlich zugestimmt – Bürgermeisterin Obojes-Rubatscher ist erleichtert

Jetzt ist es fix: Der neue Lift am Rangger Köpfl kann gebaut werden. Der Oberperfer Gemeinderat hat Dienstag letzter Woche die Finanzierung mehrheitlich beschlossen. Bürgermeisterin Johanna Obojes-Rubatscher zeigt sich erleichtert. „Das war ein hartes Stück Arbeit. Umso mehr freut es mich jetzt, dass wir den neuen Lift nun bauen können!“

4,4 Millionen Euro kostet die neue Einseilumlaufbahn mit 8er-Gondeln. Eine Summe, die die Bergbahnen Oberperfuss GmbH, die eine 100-Prozent-Tochter der Gemeinde Oberperfuss ist, nie stemmen könnte. Wie die RUNDSCHAU bereits ausführlich berichtete, haben die Gemeinden Zirl und Völs einer finanziellen Beteiligung nicht zugestimmt und auch Inzing machte eine Rückwärtsrolle, als bekannt wurde, dass die beiden obgenannten Gemeinden nicht mit im Boot sind. Ein herber Rückschlag:  Doch die Oberperfer Bürgermeisterin Johanna Obojes-Rubatscher und ihr Gatte Richard, der eine Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzlei betreibt und sich seit Monaten  intensiv mit einem Finanzierungskonzept auseinandersetzt, ließen nicht locker. Dienstag letzter Woche dann der Durchbruch, als der Oberperfer Gemeinderat die Finanzierung mehrheitlich beschlossen hat.

EIN DANKE AN VIELE. „Ich bin erleichtert und erfreut. Viele Menschen haben einen Beitrag dazu geleistet, dass der neue Lift gebaut werden kann. Viele Leute sind über ihren Schatten gesprungen und haben als stille Gesellschafter Geld in das Projekt gesteckt. Ein Danke auch an die Gemeinden Kematen, Ranggen, Pettnau, Polling, Hatting und Sellrain für die finanziellen Beiträge sowie an die Oberperfer  Gemeinderäte, die zu unserem Lift stehen. Wäre der neue Lift nicht zustande gekommen, hätte das für unser Dorf und die Region aus touristischer Sicht wohl schwerwiegende Folgen gehabt“, ist sich Bürgermeisterin Obojes-Rubatscher sicher. Ein nächster Schritt ist nun die aufsichtsbehördliche Genehmigung der Finanzierung. Die Ansuchen um eine Baugenehmigung für die neue „Einseilumlaufbahn Peter Anich II“ und die erforderliche Rodungsbewilligung wurden bereits gestellt. „Ich hoffe, dass wir die neue Umlaufbahn rechtzeitig zu Beginn der Wintersaison in Betrieb nehmen können“, so die Oberperfer Dorfchefin.

Bürgermeisterin Johanna Obojes-Rubatscher: „Bin erleichtert und erfreut!“ RS-Foto: Schnöll