„Ömm, Ömm, Ömm!“

Die diesjährigen Preisträger des Ötztaler Mopedmarathons setzten sich stolz in Szene: Vor der Bühne die bestkostümierten „Wenner Vespa Brenner“ als Asterix, Obelix und Co. und hinter ihnen auf der Bühne die Sieger der Kategorien Automatik, Schaltung, Bremser, „Man of the Year“ Klaus Schießl und der längst angereiste Teilnehmer Jochen Wenski – beglückwünscht von ÖMM-Präsident Manuel Ribis (hinten l.). RS-Foto: Brunner

Ötztaler Mopedmarathon mit neuer Strecke

Trotz neuer Streckenführung und zeitweiligem Regen brach der Ötztaler Mopedmarathon vergangenes Wochenende erneut Rekorde. Mit 2018 Teilnehmern erreichten die Veranstalter – der Ötztaler Mopedverein – um Haaresbreite die heurige Jahreszahl und damit um rund 200 mehr als im Vorjahr. Auch wenn die Ausfallquote etwas höher lag – die Moped-Fans waren restlos begeistert von der Eventorganisation: „Ömm, Ömm, Ömm!“

Von Linda Brunner

Das dreitägige Event begann bereits am Donnerstag mit der Akkreditierung der Fahrer und endete am Samstag mit Feuerwerk und Partystimmung. Neben sieben verschiedenen Live-Bands, einer Video-Wall mit Live-Übertragung und Imbissen, Fanshops und Merchandising-Ständen war für die Zuschauer mittels „Petrol Radio“ das Gefühl, mittendrin zu sein noch deutlicher. Alle „Rider“ konnten über die App in Echtzeit geortet und Musik und Co. live miterlebt werden. Ein spannender Vortrag von Stephan Regensberger über seine Reise mit der Puch-Maxi von der Mongolei nach Innsbruck rundete das Vor-Ort-Programm ab. Die Fahrer selbst genossen am Freitag außerdem die Gletscherausfahrt hinauf auf den Tiefenbachferner mit Verköstigung durch „Annemarie’s Hühnersteign“.

Musikalisch boten die Veranstalter wieder einige Hochkaräter auf: Die Cover-Band „Cotton Underwear“ spielte sich die Seele aus dem Leib und steckte die Moped-Fans mit ihrer Leidenschaft an.RS-Foto: Brunner
Neue Strecke

Präsident Manuel Ribis und sein Veranstalter-Team mussten dieses Jahr ob einiger Schwierigkeiten die Route für den Ötztaler Mopedmarathon ändern. So ging es am Samstag von Sölden aus zuerst Richtung Ochsengarten und über das Haiminger Sattele wieder zurück ins Ötztal, hinauf nach Niederthai und anschließend zum letzten Anstieg aufs Timmelsjoch und wieder retour nach Sölden. Laut Ribis wird die Strecke auch für das nächste Jahr beibehalten, denn „es war ein Traum für die Besen-Crew und alle Mopeds sind heil ins Ziel gekommen“, betont Ribis. Der Regen konnte die 2018 ,Rider‘ ebenfalls nicht davon abhalten, sich in Schale zu schmeißen.

Ausgefallen gekleidet waren auch diese beiden Elvis-Doubles. RS-Foto: Brunner
„Man of the Year“

Die meisten Fahrer schafften es wieder zurück ins Ziel bei der Gaislachkoglbahn in Sölden – nur etwa 14 Prozent mussten unter anderem aufgrund technischer Probleme aufgeben. Die diesjährige Durchschnittszeit betrug dabei etwa zehn Stunden und vier Minuten. Die Preise in Form von Mopedscheinwerfern in den Kategorien Automatik und Schaltung wurden von Präsident Manuel Ribis selbst überreicht. Außerdem gab es Sonderpreise für den langsamsten und den längst angereisten Teilnehmer: Maximilian Zinsmeister mit zwei Stunden Abweichung und der aus Irland angereiste Jochen Wenski. „Man of the Year“ wurde der Deutsche Klaus Schießl – er blieb ausgesprochen cool, als vor ihm ein „Rider“ eine Rutschpartie auf dem nassen Asphalt hinlegte – inklusive Videobeweis.

Römer auf Mopeds

Auch das bestes Kostüm wurde prämiert: Dieses Jahr gewannen den Sonderpreis die „Wenner Vespa Brenner“ mit Abstand. Sie fuhren verkleidet als Asterix, Obelix, der Druide Miraculix und die Römer. Nachdem schon an den Vortagen mit Bands wie „Pamstiddn Kings“, den „Ötztaler Vorstandsmusikanten“ oder „Dobermann“ eingeheizt wurde, war zum Abschluss wieder die Cover-Band „No Lipstick“ dran – bis der Ötztaler Mopedmarathon im nächsten Jahr zurückkommt.

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