Ötztal – Tirol in Hochform

Rückblick auf das Jahr 2018 bei der Vollversammlung des Tourismusverbandes Ötztal Tourismus fällt positiv aus. Spektakuläre Events und große Investitionen zeichneten das Jahr aus. Für 2019 kann der Ötztal Tourismus auf ein Budget von 28 Millionen Euro zurückgreifen. RS-Foto: Hirsch

Vollversammlung des Tourismusverbandes Ötztal Tourismus

Mit einem Budget von 28 Millionen Euro starten die Ötztaler in das Jahr 2019. Fast die Hälfte davon (15,8 Millionen) sind für Marketing und Infrastruktur geplant. Trotz anhaltend guter Nächtigungszahlen wollen die Verantwortlichen nicht nur den Status Quo halten, sondern mit neuen Ideen und neuen Infrastrukturmaßnahmen die Auslastung im Tal weiter steigern.

Von Friederike Hirsch

Die Vollversammlung des Tourismusverbandes Ötztal Tourismus ist gut besucht. Allerdings ist nur ein kleiner Teil der insgesamt 2826 Mitglieder erschienen. Bei einem Budget von 28 Millionen Euro für das kommende Jahr würde man sich wohl einen größeren Andrang erwarten. Obmann Bernhard Riml ist sichtlich stolz auf die Arbeit des letzten Jahres: „Wir haben einiges weitergebracht. Das sieht man ganz deutlich, wenn man durch das Tal fährt.“

Marketing.

Vorstandsmitglied Lukas Scheiber zeigte mit eindrucksvollen Kurzspots, wie viel sich im Tal ereignet. Der Bogen spannt sich von der Grillmeisterschaft in Sautens, über das erfolgreiche Projekt Widiversum in Oetz, die Rad WM zur Bike Republic in Sölden bis zum Dialektmusikfestival in Längenfeld. An dieser Stelle sei gesagt, dass man alle Events im Ötztal kaum aufzählen kann. Um es mit den Worten von Lukas Scheiber zu sagen: „Es gibt im Ötztal so viele Events, dass man es oft gar nicht schafft, alle zu besuchen.“ Das ist auch der Grund dafür, dass Marketing und Events im Jahr 2019 den größten Budgetbrocken erhalten. Satte 10,3 Millionen erhält das Marketing, um den Werbeauftritt zu forcieren und den Eventkalender zu füllen.

Infrastruktur.

Peter Neurauter, Vorstandsmitglied, streicht im Besonderen die Baustufe 2 des Ötztaler Radweges heraus. (Die Oberländer Rundschau hat berichtet. Ausgabe 39) Im Vorderen Ötztal wurden die Vorarbeiten für den Ötztal Golf in Sautens vorangetrieben, der Verbindungsweg von Piburg nach Haderlehn errichtet und in Längenfeld die Fischbachpromenade in der Ausbaustufe 1 fertiggestellt. Die größte Herausforderung ist allerdings die Erhaltung der Wege im Tal.

Nächtigungszahlen.

Geschäftsführer Oliver Schwarz zeigt sich nicht so ganz zufrieden. Man habe in allen Bereichen großartige Arbeit geleistet, aber die Nächtigungszahlen für den Sommer (2%) stagnieren. Es kommen zwar doppelt soviel Urlauber ins Ötztal, bleiben aber weniger lang. Die Auslastung steigt daher eher langsam. Mit der „drei Marken Kampagne“, einem neuen Webauftritt und der SLDN Kampagne unter dem Motto „A State of Mind“ will Schwarz gegensteuern. Der Focus für die nächsten Jahre muss laut Schwarz auf dem Thema „Online buchen“ liegen.
Auszeichnungen und Highlights. Herausgreifen muss man wohl den Start der Rad WM in der Area47. Die Wertschöpfung, vor allem auch durch Laura Stigger, ist derzeit noch nicht in Zahlen zu fassen. Niederthai hat mit seiner „Niederthai Card“ ins Schwarze getroffen und etabliert sich als Langlaufzentrum im Ötztal. Das Appartement Maurer in Oetz schaffte das schier unmögliche und erhielt das fünfte Edelweiß. Sie sind somit die einzigen Privatzimmervermieter in ganz Österreich, die diese Auszeichnung tragen dürfen. Das Marketingkonzept der „Bike Republic Sölden“ pulsiert mit der Zeit. Die Hymne die eigens für die Bike Republic komponiert wurde schaffte es auf des Siegerpodest. Der erste Platz beim Tirolissimo 2018 geht an die „Bike Republic Sölden“.

Ausblick.

2019 wird ein arbeitsreiches Jahr für den Ötztal Tourismus. Das Budget von 28 Millionen Euro will gut und gezielt eingesetzt werden. Der Ötztaler Radweg soll in die Baustufe 3 gehen und von Umhausen bis Oetz ausgebaut werden. In Umhausen entsteht das neue Langlaufzentrum, in Sölden eine Rodelbahn und Gurgl will mit einem neuen Veranstaltungszentrum punkten. Die SLDN-Markenpampagne „A State of Mind“ startet europaweit in neun Märkten und die Probleme rund um den steigenden Verkehr im Tal sollen untersucht werden.

Resümee.

Jacob Falkner, Aufsichtsratsvorsitzender, betonte die konstruktive Zusammenarbeit im Aufsichtsrat. „Am Ende des Tages aber zählen die Leistungsträger, also unsere 2826 Mitglieder. Er betont, dass die Vermieter selbstbewusst in das Jahr 2019 gehen sollen:„Wenn wir gute Leistung bieten, dann können wir auch gute Preise verlangen.“ Jacob Falkner ist überzeugt, dass das Ötztal Angebote hat, die das Ötztal von anderen Tourismusregionen unterschiedet. Diese Alleinstellungsmerkmale heben das Ötztal hervor. Oder wie es Lukas Scheiber formuliert: „Man muss Gestern bereits das Morgen verstanden haben.“

Über Oberländer Rundschau

Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.