„Offensiv auf den ÖSV zugehen“

Generalsekretär Peter Mall: "Wir sind weiterhin bemüht

St. Anton: Weltcuprennen am 9. und 10. Jänner abgesagt

Witterungsbedingt mussten die Damen-Weltcuprennen (Super-G und Abfahrt) am 9. und 10. Jänner in St. Anton abgesagt werden. Dort ist man bemüht, die Weltcuprennen 2017 oder 2018 nachzutragen – langfristiges Ziel ist es, einen Fixtermin im Weltcuprennkalender zu erlangen.

Die Karl-Schranz-Rennpiste in St. Anton ist zwar befahrbar, notwendige Sicherheitsbereiche konnten jedoch aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht hergestellt werden. Der Generalsekretär des Organisationskomitees Peter Mall informierte wenige Tage nach der offiziellen Pressemitteilung am 27. Dezember gegenüber der RUNDSCHAU: „Die Wetterprognose war entmutigend – infolgedessen war nicht daran zu denken, eine fertige Rennstrecke samt Sicherheitsbereich herzustellen … Am Randbereich der Rennstrecke liegt kein Schnee – es geht um die Sicherheit der Läuferinnen und diese geht vor“, so Mall, der diese Absage bedauert, jedoch optimistisch das Ziel verfolgt, künftig regelmäßig Weltcuprennen auszutragen: „Wir sind immer bemüht, Weltcuprennen zu bekommen.“

„MUSS GESPRÄCHE GEBEN“. St. Anton wird auch weiterhin das Ziel verfolgen, einen Fixtermin im Weltcupkalender zu erlangen: „Es muss Gespräche mit dem ÖSV geben – derzeit sind wir nicht im Rennkalender berücksichtigt“, so der Generalsekretär. Man werde offensiv auf den ÖSV zugehen, um die Rennen möglicherweise 2017 oder 2018 nachzutragen, lässt Mall durchblicken. Angesprochen auf etwaige Investitionen beruhigt Mall: „Es fallen ein paar Stornogebühren an“, so der Generalsekretär, der jedoch betonte, dass diese „im überschaubaren Rahmen“ seien.

„AN EINEM STRANG ZIEHEN“. Aus Vertretern der Gemeinde, des Tourismusverbandes, des Skiclub Arlberg und der Arlberger Bergbahnen wurde mit Bezug auf die WM-Bewerbung (die RUNDSCHAU hat berichtet) die Arge Sport ins Leben gerufen. „Mit der Arge Sport ziehen wir alle an einem Strang“, hieß es von Seiten der SCA-Vertreter bei der offiziellen Pressekonferenz zum Weltcuprennen am 10. Dezember in Innsbruck. Die Arge Sport werde auch weiterhin bestehen, informiert Bgm. Helmut Mall über die Arbeitsgemeinschaft, die künftig Veranstaltungen in der Arlberggemeinde koordinieren soll. Auch der Dorfchef bedauert die Absage der nach dreijähriger Abstinenz geplanten Weltcuprennen: „Das wäre ein guter Auftritt gewesen – aber Sicherheit geht vor.“ St. Anton sei auch weiterhin bemüht, Weltcuprennen durchzuführen, so der Bürgermeister, der im Namen der Gemeinde Peter Mall und seinem Team dankt.

ERSATZORT: ZAUCHENSEE. Für die in St. Anton ausgefallenen Renntermine springt Zauchensee ein. Dies bestätigen der internationale Skiverband FIS sowie der ÖSV am 28. Dezember. An der Schneesituation leiden jedoch auch die Pongauer, so hieß es in der offiziellen Aussendung des ÖSV, dass „eine Abfahrt von ganz oben aufgrund der Schneesituation auch nicht möglich sein wird“.

Von Elisabeth Zangerl

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