Ohne „Die pfiffige Urschl“ geht gar nichts

... als Bedienung mit „Charme und Eleganz“. RS-Foto: Claus

Heimatbühne Reutte begeistert Zuschauer mit ihrem neuen Stück

„Theater, Theater – der Vorhang geht auf“ singt Katja Ebstein in einem ihrer Lieder und weiter heißt es im Text „… dann wird die Bühne zur Welt.“ Die Heimatbühne Reutte zeigte anlässlich der Premiere zum Schwank in drei Akten „Die pfiffige Urschl“ zwar nicht die große Welt, aber jedoch den „Mikrokosmos“ Gasthausleben und das in vielen seiner Facetten. 

Und die Laienspieler boten einen vergnüglichen Theaterabend, bei dem das Zwerchfell arg in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Star des Abends war ohne Zweifel Sabrina Mürkl als Urschl und „Mädchen für alles“ – eine Rolle, die zu ihr passte wie die berühmte „Faust aufs Auge“. Sie füllte diese im wahrsten Sinn des Wortes aus. Mit ihrer Mimik und ihrem „rus-tikalen“ Auftreten brachte sie ihr Umfeld manchmal zur Verzweiflung und das Publikum immer wieder zu Szenenapplaus. Das Stück in kurzen Worten: die alleinstehende Wirtin des „Roten Ochsen“ (Marianne Gschnitzer) bricht sich das Bein und von einer Stunde auf die andere ist der „Hausl“ Karl Hinterhuber (Michael Singer) Geschäftsführer und muss sich um den Betriebsablauf im Haus kümmern. Dies gelingt eigentlich ganz gut – nur die Urschl treibt ihn mit ihrer naiven Art immer wieder an den Rand der Verzweiflung. Dazwischen spielt sich noch eine komplizierte Liebesgeschichte zwischen Karl (Simon Niedermayer) und dem Mariale ab und der schlitzohrige Dorfbader versucht hintenrum Ärger zu produzieren. Er ist es auch, der „als Freund des Hauses“ mit seinem Handeln bei der Wirtin im Krankenhaus die neuen Ideen des „Geschäftsführers“ madig macht und in einem schlechten Licht erscheinen lässt. Pfiffig wie sie ist, stellt Urschl ihn kalt. Als die Wirtin überraschend aus dem Krankenhaus kommt,  mokiert sie sich über die „lockeren” Zustände beim Tanzabend und möchte die Urschl als erste Amtshandlung hinauswerfen. Das Blatt ändert sich aber zu ihren Gunsten, als sie bei der Suche nach einem Schuldschein den entscheidenden Hinweis liefert. Wie diese Geschichte ausgeht, soll nicht verraten werden – die Auflösung gibt es beim Besuch von weiteren Vorstellungen im „Paulusheim“ – am Freitag, dem 5., 12. und  19. Mai sowie am Mittwoch, dem 24. Mai. Im Juni wird am Freitag, dem 2. und 9. Juni, am Mittwoch, dem 14. Juni sowie Freitag, den 23. Juni gespielt. Beginn ist jeweils 20.15 Uhr, Kartenreservierung ist beim Tourismusverband Naturparkregion in Reutte (Tel. 05672 62336) möglich. Karten gibt es auch an der Abendkasse.

Von Uwe Claus

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