„Oma so lieb!“

Der Chor „Intakt“ begeisterte mit seinem heiteren Konzert mit dem Titel „Oma so lieb“. RS-Fotos: Schretter

Der Chor „Intakt“ und Freunde zeigten, dass ohne die Oma rein gar nichts läuft

Der Chor „Intakt“ – unter der Leitung von Maria Dopler – ist ein ganz besonderer. Man darf dort erst mitsingen, wenn man mindestens 50 Jahre alt und musikbegeistert ist. Altersgrenze nach oben offen! Dass die Sänger noch lange nicht zum alten Eisen gehören und jede Menge musikalisches Temperament auf die Bühne zaubern, zeigten sie mit ihren Feunden bei einem heiteren Konzert im Pflacher Kulturhaus.

Die kleine Chiara bewies ihr großes Gesangstalent.

In gewohnt rede- und reimgewandter Manier begrüßte Chorleiterin Maria Dopler das zahlreich erschienene Publikum und versprach einen heiteren, kurzweiligen Abend. Sie sollte Recht behalten!
„I sing’ a Liadl“, schallte es zum Auftakt von der Bühne in den Saal, nachdem die Sänger – Gladiatoren gleich – in perfekter Performance einmarschiert waren und die Bretter der Welt besetzten. Maria Dopler hatte zum Konzert auch Freunde „aus meinem früheren Leben“, sprich, aus Musikschullehrerzeiten, eingeladen. Mit dabei waren Andreas, Florian und Viktoria Haas, die mit Instrumentalstücken begeisterten, László Demeter, der sich etwas ganz Besonderes ausgedacht hatte und Burgi und Urban Ihrenberger, die die Zuhörer in Erstaunen versetzten. Chiara, ein junges Gesangstalent aus Pflach, rührte das Publikum aber wohl am meisten. Mit großartiger Bühnenpräsenz sang sie, gemeinsam mit dem „intakten“ Chor eine Hymne auf die Omas dieser Welt.
Seine jährliche „Plichtaufgabe“, eine Solo zu spielen, erledigte László Demeter bei diesem Konzert sprichwörtlich „nachösterlich“. Hatte er doch vom Osterurlaub in seiner Heimat Ungarn zwei Ostereier mitgebracht, denen er stimmungsvolle Töne entlockte und diese zu einer heiteren Melodie zusammenfügte. „Auf ’d Nacht“ luden die Chorsänger zu einem Rehragout ein und erzählten so ganz nebenbei noch, was der wöchentliche Speiseplan so bereit hält. Offen bleibt die Frage, wer sich die Speisenfolge merken konnte und nächste Woche nicht alles durcheinanderbringt. Bei der Präsentation von „Großvater“ – von STS – griff Maria Dopler selbst zur Gitarre. Plötzlich wurde dann an der Uhr gedreht und, nach einer Draufgabe, dem „Außischmeißerl“, stellte die quirlige Chorleiterin klar: „ … denn wir müssen jetzt verschnaufen, unsre Gage gleich versaufen“, und machte Gusto auf das nächste Konzert, bei dem es mit Sicherheit wieder einige Überraschungen gibt.