Planen und Bauen um 1900

Die neue Sonderausstellung stieß auf breites Interesse. Fotos: A.Schretter

Eröffnung der Winterausstellung im Museum im Grünen Haus

Die diesjährige Winterausstellung „Planen und Bauen um 1900 – Alois Berktold, Architekt in Reutte“ im Museum im Grünen Haus wurde am vergangenen Donnerstag feierlich eröffnet.

Von Magdalena Winkler

Am vergangenen Donnerstagabend begrüßten der Vorsitzende des Museumsvereins, Ernst Hornstein, Museumsleiter Ulrich Kößler und Bürgermeister Alois Oberer ein interessiertes Publikum zur Eröffnung der Sonderausstellung „Planen und Bauen um 1900 – Alois Berktold, Architekt in Reutte“ im Museum im Grünen Haus in Reutte. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von einem Lehrerensemble der Musikschule München.

Winterausstellung.

Da davon ausgegangen wurde, die geplanten Umbauarbeiten am Museumsgebäude gegen Ende dieses Jahres verwirklichen zu können, war zunächst noch unklar, ob in diesem Jahr überhaupt eine Winterausstellung stattfinden sollte.
Die Bauarbeiten wurden jedoch verschoben, weshalb der Entschluss zur Entwicklung der nun gezeigten Sonderausstellung auch „recht spontan“ kam, so Ernst Hornstein in seiner Eröffnungsrede. Die Idee zum Thema der Schau kam Museumsleiter Ulrich Kößler, der dafür bislang kaum beachtete Baupläne im Archiv des Museums ins Spiel brachte.

Architektur.

In einer Rekordzeit von nur zwei Monaten konzipierten Kößler und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums daraufhin eine Ausstellung, die sich der Architektur um 1900 im Raum Reutte widmet. Auch aufgrund diverser Leihgaben, welche die Reuttener Familie Berktold dem Museum dankenswerterweise zur Verfügung stellte, rückte bei den Vorbereitungen zunehmend die Person Alois Berktold in den Mittelpunkt. Berktold, geboren 1877, wirkte als Bauunternehmer und Architekt in Reutte. Sein Werdegang und seine Bedeutung in der neueren Baugeschichte des Außerferns werden in der Ausstellung eindrucksvoll nachgezeichnet.
Gezeigt werden unter anderem diverse Arbeiten, die während seiner Ausbildung entstanden, bis hin zu komplexen Bauplänen, die aus seiner Schaffenszeit als Architekt und Bauunternehmer stammen. Weiteres geben Modelle einiger ausgewählter Häuser sowie verschiedene Werkzeuge, die den Architekten zu jener Zeit zur Verfügung standen, einen Einblick in das Bauwesen um die Jahrhundertwende.
Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 23. Februar 2019, jeweils von Dienstag bis Samstag, 13 Uhr bis 17 Uhr. Sonderöffnungen sind auf Anfrage möglich.

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