Plateau erreicht, wo es passt

Über die Mitarbeit 30 neuer Helfer kann sich die Ortsstelle Imst freuen. RS-Foto: Dorn

Jahreshauptversammlung der Imster Ortsstelle des Roten Kreuzes

Als gut eingespieltes Team präsentierte sich jüngst die Ortsstelle Imst des Roten Kreuzes. Auch der neue Kommandant der Schnelleinsatzgruppe (SEG), Alexander Grüner, hat sich inzwischen als Nachfolger von Jürgen Bombardelli sichtlich in sein Amt eingearbeitet. Neben den Rettungs- und Krankentransporten sowie den betreuten Fahrdiensten hat sich die Organisation auch heuer wieder durch Ambulanzdienste bei größeren Veranstaltungen sowie bei Übungen betätigt. Auch intern kann der Verein auf ein funktionierendes System an Aus- und Weiterbildung, Jugendarbeit sowie Kameradschaftspflege aufbauen.

Von Agnes Dorn

„Aussagen, dass es jedes Jahr mehr wird, lassen sich nicht unterstreichen. Wir haben ein Plateau erreicht, wo es passt“, konnte Ortsstellenleiter Anton Koler in seinem Bericht zur 33. Jahreshauptversammlung der Ortsstelle Imst Entwarnung geben. Nach drei Jahren, in denen sich die Anzahl der Ausfahrten des Rettungsdienstes kontinuierlich gesteigert hatte, ist die Zahl 2019 mit insgesamt 14786 Ausfahrten im Vergleich zum Vorjahr fast gleich geblieben. In der Nacht konnte sogar ein leichter Rückgang verzeichnet werden, wie Koler den zahlreich erschienenen Mitgliedern berichtete. Mit 83733 geleisteten Stunden (davon rund 25000 im Rettungsdienst beziehungsweise Krankentransport) und insgesamt 805444 gefahrenen Kilometern gibt es auch hier keinen großen Unterschied zum Vorjahr. Erfreulich sei es außerdem, dass es weniger Fehlfahrten als früher zu verzeichnen gebe, bilanzierte Koler.

Alexander Grüner (r.) bedankt sich als Kommandant der Schnelleinsatzgruppe (SEG) bei seinem Vorgänger Jürgen Bombardelli für dessen Unterstützung. RS-Foto: Dorn
Positive Steigerung

Was sich dagegen sogar mehr als verdoppelt hat, ist die Jugendgruppe der Ortsstelle Imst, die seit Herbst fünf Kinder in der Silber- und zwölf Kinder in der Bronzegruppe betreut. Dank des großen Interesses vonseiten der Jugend würde ein weiterer Betreuer gesucht, hofft Jugendreferent und Ortsstellenleiterstellvertreter Manuel Flür auf einen fünften Betreuer für seine Kids. Auch bei der Ausbildung zeigten sich die Mitglieder der Ortsstelle Imst vorbildhaft: So wurden von ihnen 1920 Stunden in Aus- und Weiterbildung investiert und allein in der Ortsstelle Imst wurden 110 Stunden Fortbildungsmöglichkeit geboten. Auch die Bevölkerung konnte sich in Erste-Hilfe-Kursen, die insgesamt 216 Stunden dauerten, weiterbilden. 92 Notfall- und Rettungssanitäter konnten ihre Ausbildungsstatus rezertifizieren. Außerdem hatten im vergangenen Jahr 30 Mitglieder, davon rund die Hälfte Zivildiener, die Ausbildung zum Rettungssanitäter absolviert. Der Ortsstellenleiter bedankte sich im Rahmen der Jahreshauptversammlung beim Schulungsreferenten Stefan Egger dafür, dass die Ausbildung beim Roten Kreuz inzwischen ein Selbstläufer geworden sei.

Teamgeist

Nach Ehrungen und Auszeichnungen verdienter Mitglieder wurde Jürgen Bombardelli für seine langjährige Tätigkeit als Kommandant der Schnelleinsatzgruppe (SEG) und seine tatkräftige Arbeit in vielen Bereichen der Ortsgruppe eigens bedankt. Sein Nachfolger
Alexander Grüner führt seit 1. August 2019 die Schnelleinsatzgruppe der Ortsstelle und konnte für das vergangene Jahr einiges an Aktivitäten nennen: So konnten Veranstaltungen wie die Evakuierungsübung im Betagtenheim, die Tunnelübung in Schönwies oder die SEG-Übung in Sautens erfolgreich absolviert werden. Schade nur, so Grüner, dass von den fast 50 Mitgliedern der Gruppe in Sautens nur ein Fünftel teilnahm. „Ambulanzdienste und Übungen nur mit dem harten Kern abzudecken, wird irgendwann zach“, hofft er bei künftigen Veranstaltungen auf größere Beteiligung. Gut besucht waren laut Kameradschaftsführer Philipp Haselwanter dagegen die kameradschaftlichen Aktionen der Ortsstelle, die unter anderem zum Rodeln, einem zweitägigen Fahrradausflug nach Südtirol und zur Weihnachtsfeier luden.

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