Prachtvolle Tiroler Krippenbaukunst

Sowohl Verbandspräsident Herwig van Staa (r.), als auch Landesobmann Oswald Gapp (l.) ließen es sich nicht nehmen, in die „Krippenherberge“ zu kommen, um Erwin und Hermine (2.u.3.v.l.) zur imposanten Ausstellung zu gratulieren. RS-Foto: Krismer

Sonderausstellung in der „Krippenherberge Wildermieming“

Als ob es mit der seit 2015 bestehenden Dauerausstellung in der „Krippenherberge Wildermieming“ nicht genug wäre. Nein, mit unermüdlicher Begeisterung schufen Erwin Auer und seine Hermine mit einer Sonderausstellung einen weiteren Meilenstein im Tiroler Krippengeschehen. Eröffnet wurde die Präsentation letzten Samstag im Beisein des Präsidenten des Verbandes der Krippenfreunde Österreichs Herwig van Staa und des Tiroler Landesobmannes Oswald Gapp.

Von Ewald Krismer

Ausschlaggebend am Zustandkommen der Sonderausstellung war, dass es den beiden keine Ruhe ließ, keine Krippe vom bekannten Krippenkünstler Josef Zeisler in ihrer Sammlung zu haben. Mit einer Prachtkrippe – für die der Axamer Bildhauer zwei Jahre aufgewendet hat, um den Krippenberg, die Figuren und den Hintergrund zu schaffen – ist dieser für Erwin und Hermine bislang unerfüllt gebliebene Wunsch nun doch in Erfüllung gegangen. Zwar wird die Sonderschau zu Ehren des international anerkannten Kunstmalers und Bildhauers gezeigt, jedoch links und rechts seiner prachtvollen Krippe sind weitere von einigen seiner ehemaligen Schüler mit ausgestellt. Das zeigt, dass seine Lehrtätigkeit nachhaltig reichlich Früchte trägt und seine ehemaligen Schüler heute ebenfalls höchste Anerkennung erfahren. Dass Josef Zeisler einen tiefen Glauben lebt, zeigt sich in seinen Werken. Es wird wahrscheinlich sein künstlerisches Geschick zusammen mit seinem unerschütterlichen Glauben das entstehen lassen, was das Herz eines jeden ehrlichen Krippenfreundes höher schlagen lässt. Das Herz höher schlagen lässt ebenso die besagte temporäre Krippenausstellung im Parterre des „Aktiv Hotel Traube“. Sie ist zwar nur sechs Wochen zu bestaunen, wie aber den Worten von Erwin Auer zu entnehmen war, sollen deren Exponate, die sich in seinem Besitz und in dem des Krippenvereins Wildermieming befinden, später dem sich im Keller des besagten Hotels befindenden Museum der „Krippenherberge“ einverleibt werden, was dann zu einem Gesamtstand von über 70 Weihnachts- und Passionskrippen führen würde. Somit könnte das Ganze zur Superlative werden – was schwer werden könnte, es zu übertreffen. Nur zwei Krippen werden es aber nicht bis in das Museum schaffen, denn eine wird verlost und eine bekommt „Licht ins Dunkel“. Die für die Sonderausstellung penibel ausgesuchten Groß- und Kleinkrippen im orientalischen und heimatlichen Stil und eine Figurengruppe der „Wüstenpost“ sind noch bis zum 16. Dezember 2018, jeweils Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 13 Uhr bis 17 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung unter 0650/2121276 zu bewundern. Die Dauerausstellung im Keller des besagten Hotels ist ebenso zu den selben Zeiten zugänglich.

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