Regionalbus-Match VP-Riedl vs SP-Dornauer

VP-LA Florian Riedl (l.) wirft Sellrains SP-Bürgermeister LA Georg Dornauer in der Causa Regionalbus Blockadehaltung vor. Fotos: Tanja Cammerlander/SPÖ

VP-Verkehrssprecher zeigt sich über Haltung des Sellrainer Bürgermeisters und stellvertretenden SP-Chef verwundert

Im Zuge der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses des Tiroler Landtages stimmte die SPÖ offenbar gegen die Einführung eines Regionalbusses für die Gemeinden des Sellraintales und den umliegenden Gemeinden Oberperfuss, Ranggen, Unterperfuss und Kematen. VP-Verkehrssprecher Florian Riedl in einer Preseaussendung: „Ich verstehe die Blockadehaltung des SPÖ-Bürgermeisters von Sellrain, Georg Dornauer, nicht!“

Zwischen VP-Verkehrssprecher Florian Riedl und dem Sellrainer Bürgermeister und stellvertretenden Parteichef der neuen SPÖ Tirol, Georg Dornauer, klaffen die Meinungen über die Einführung eines Regionalbusses für das Sellraintal und die angrenzenden Gemeinden Oberperfuss, Ranggen, Unterperfuss und Kematen weit auseinander. VP-Verkehrssprecher Florian Riedl erklärt das Projekt: „Das vorrangige Ziel ist die bessere Anbindung der zerstreuten Siedlungen an den öffentlichen Nahverkehr und somit die Schaffung eines zusätzlichen Mobilitätsangebotes bis nach Kematen. Dieser Koalitionsantrag der Tiroler Volkspartei und der Grünen wird im November Landtag diskutiert und abgestimmt werden.“

SCHADE. Riedl nimmt die Ablehnung des Sellrainer Bürgemeisters Dornauer zur Kenntnis: „Natürlich ist es schade, wenn ein betroffener Bürgermeister gegen die Einführung eines Micro-ÖV-Systems im eigenen Tal ist. Auch wenn sich der Bürgermeister auf Landesebene in Opposition befindet, sollte die Sache doch Vorrang haben. Tatsache ist, dass der Wunsch einer zusätzlichen Anbindung aus der Region kommt, Tatsache ist, dass seit Jahren nichts passiert ist und Tatsache ist, dass nun drei mögliche Varianten mit den zuständigen Bürgermeistern der Region, dem Land Tirol und dem VVT diskutiert werden. Das Ergebnis dieses Prozesses wird als Finanzierungsgrundlage dienen und auf ein Jahr ausgelegt sein“, so VP- Verkhersprecher Riedl.

„KEINE SHOW-KÄMPFE!“  Für den Vizebürgermeister von Kematen, Klaus Gritsch, ist die Haltung Dornauers auch nicht nachvollziehbar: „Ich freue mich, dass sich der Tiroler Landtag dieser Sache annimmt und einen entsprechenden Beschluss fasst. In Kematen brauchen wir eine Lösung für den Zubringerverkehr. Sollte sich letztendlich der Gemeinderat von Sellrain gegen diese einmalige Chance aussprechen, ist das natürlich sehr schade für das ganze Sellraintal. Allerdings bleibt dann noch die Variante mit Ranggen und Oberperfuss. In die selbe Kerbe schlägt Gemeinderat Alexander Haider aus Sellrain. „Mit unserem Antrag kann für Sellrain und die gesamte Region ein langersehntes Ansinnen endlich umgesetzt werden. Der Fokus sollte daher klar auf der Verbesserung der Lebensqualität unserer Bürger liegen und nicht darauf, wer die passende Lösung zur Umsetzung gefunden hat.“ „Auch wenn die Blockadehaltung des noch jungen Abgeordneten Dornauer bis zum November-Landtag anhält, werden wir mehrheitlich diesen Antrag beschließen. Wir arbeiten tagtäglich für die Bevölkerung und beschäftigen uns nicht mit Show-Kämpfen“, so Riedl abschließend.

SP-DORNAUER RÜGT VP-VERKEHRSSPRECHER RIEDL. Sellrains SP-Bürgermeister LA Georg Dornauer versteht den Angriff von VP-Verkehrssprecher LA Riedl nicht.  „Über die jüngsten Aussagen von VP Riedl kann ich nur noch den Kopf schütteln. Riedl macht nur Arbeit und sorgt für Irritationen. Es kommt nicht von ungefähr, dass die gesamte Opposition gegen diese schwarz-grüne Initiative in den Ausschüssen gestimmt hat. Es ist schlichtweg nicht notwendig, dass Riedl diesen Alibi-Antrag einbringt. Er schafft damit nur sinnlose Schreibarbeit für die Beamten und die zuständige Landesrätin Felipe. Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr für unsere Ortsteile Tanneben nach Grinzens bzw. Gasse nach Oberperfuss ist bereits seit Monaten auf Schiene. Riedl hat bis zum heutigen Tag nicht mit den verantwortlichen Bürgermeistern und dem VVT-Geschäftsführer Alexander Jug in dieser Angelegenheit gesprochen. Unsere Bürger wissen nur zu gut, was sie von dieser Art von Politik halten können“, so LA Georg Dornauer.