„Reutte on Ice“ bis 2020 auf Eis gelegt

Eislaufbegeisterte müssen sich noch ein Jahr gedulden. Foto: Pixabay

Eistraum wird heuer nicht Wirklichkeit werden

(RS) Die Arbeiten für die Neugestaltung der Parkanlage im Untermarkt laufen nach Plan und auch die technischen Anlagen für das neue Eislaufvergnügen sind in der Umsetzungsphase. Theoretisch wären damit also die Voraussetzungen für die neue und einzigartige Attraktion „Reutte on Ice“ gegeben. Allerdings zeigt die Wirklichkeit unter Berücksichtigung aller Aspekte ein anderes Bild.

Vor Kurzem trafen sich die Projektverantwortlichen der Fa. AST Eis- und Solartechnik sowie Vertreter der Marktgemeinde Reutte, Reuttener Kommunalbetriebe und des Tourismusverbands Naturparkregion Reutte, um in einer gemeinsamen Sitzung zu beraten, ob es aufgrund des gegebenen Istzustandes heuer noch Sinn macht, das neue Eislauferlebnis in der geplanten Form umzusetzen. Vorgesehen war, dass die Umgestaltungsarbeiten des Parks bis 18. November abgeschlossen sind und im Anschluss daran „Reutte on Ice“ eröffnet wird. Die Arbeiten im Park werden zwar rechtzeitig fertig, aber die Begehbarkeit der Anlage (frisch eingesäte Rasenflächen, neu gesetzte Bäume und Sträucher) ist nicht zuletzt auch wegen der keineswegs optimalen Witterungsverhältnisse nur bedingt möglich. Neben den technischen Voraussetzungen sind auch die Schaffung von guten kommerziellen Grundlagen ein besonders wichtiges Kriterium für den nachhaltigen Erfolg der neuen Projektidee. „Reutte on Ice“ soll ja nicht nur den Besuchern eine größere Eislauffläche bieten, sondern „Reutte on Ice“ soll zu einem wahren Eislauferlebnis mit Gastronomie und Unterhaltung für die Gäste werden. Dazu braucht es aber umfassende Organisation, Werbung, Sponsorensuche und rechtzeitige Betreiberausschreibung. Diesbezüglich wurde, auch beeinflusst von Personalveränderungen, zu spät mit den Vorbereitungsarbeiten begonnen, sodass mittlerweile die Zeit für eine optimale Umsetzung zu knapp geworden ist. Die Teilnehmer des Meetings kamen deshalb zum einhelligen Schluss, dass eine erfolgreiche Umsetzung für diese Wintersaison unter den gegebenen Voraussetzungen nur eingeschränkt möglich wäre und haben sich einhellig für eine Verschiebung des Projekts um ein Jahr – auf 2020/2021 – entschieden. Der Geschäftsführer der AST Klaus Schiffer meinte, „technisch hätten wir es schon geschafft, aber die kommerzielle Seite, wie Marketing, Werbung, Gastro etc. hat uns Probleme bereitet“.
Alle Entscheidungsträger haben sich jetzt fest vorgenommen, die Zeit bis dorthin konstruktiv zu nutzen, um „Reutte on Ice“ als Winterangebot für Bevölkerung und Gäste der Naturpark-region Reutte und Umgebung umso attraktiver zu gestalten. Unter den gegebenen Umständen wird auch der kleine Eislaufplatz in diesem Winter nicht aufgebaut. Bürgermeister Oberer bedauert diese Verschiebung sehr, kann sich aber für eine „halbherzige“ Umsetzung auch nicht begeistern. „Reutte on Ice“ muss für die Region der „Knüller“ werden, so war es immer geplant, meinte der Marktchef. „Wenn das heuer nicht mehr gewährleistet werden kann, ist es besser, das Vorhaben um ein Jahr zu verschieben, als eine unvollständige Lösung umzusetzen.“

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