Reutte strebt das dritte „e“ an

Die Marktgemeinde Reutte befindet sich auf einem guten Weg. Im Bereich Entwicklungsplanung und Raumordnung besteht noch Luft nach oben. Foto: MGR

… auf dem Weg zur energieeffiezienten Gemeinde

Seit dem Beitritt der Marktgemeinde Reutte zum e5-Projekt hat sich schon einiges getan. Zwei von fünf möglichen es konnten schon erreicht werden. Drei es sind das erklärte Ziel bis 2021.

Am 17. November 2016 ist die Marktgemeinde Reutte dem e5-Projekt beigetreten.
Das e5-Programm unterstützt Gemeinden, die Energie effizienter und umweltverträglicher nutzen und den Einsatz von erneuerbaren Energieträgern ausbauen wollen. Aufbauend auf ein jährliches, internes Audit unterziehen sich die Gemeinden mindestens alle drei Jahre einer Bewertung durch eine unabhängige Kommission.
Ähnlich dem „Hauben-Prinzip“ bei Restaurants werden die Gemeinden je nach Umsetzungsgrad der ihr möglichen Maßnahmen mit einem bis fünf „e“ ausgezeichnet.
Zwei „e“ – wie im Fall von Reutte – bedeuten, dass 37 Prozent der erforderlichen Kriterien erfüllt sind.

Der Reuttener Weg.

Derzeit läuft die Ist-Standarderhebung, bei der ermittelt wird, wo Reutte energiepolitisch steht.
Im Bereich Photovoltaik werden 2019 gemeinsam mit der EWR AG Förderungsrichtlinien erarbeitet.
Eine Energiebuchhaltung soll den Verbrauch aller gemeindeeigenen Gebäude ermitteln. Ein Energiewettbewerb soll eine Ersparnis für die Gemeinde bringen.
Die Straßenbeleuchtung in der Marktgemeinde wird bis Ende 2019 komplett auf LED imgerüstet.
Auch in puncto sauberes Ortsbild tut sich etwas: der „Mistbua“, von Schülern der Fachschule für Kunsthandwerk und Design in Elbigenalp initiert, wird ab Frühjahr 2019 dazu motivieren, den Abfall nicht einfach auf die Straße zu werfen. Im Untermarkt werden die „Mistbuam“ im Zuge der Neugestaltung des Parks und der Begegnungszone installiert.
Der gemeindeeigene Fuhrpark wird fortlaufend auf E-Fahrzeuge umgerüstet. 2019 soll zusätzlich das E-Carsharing starten. Fahrzeuge, die für Dienstfahrten genutzt werden, sollen so auch für die Bevölkerung mit nutzbar sein, sodass die Bürger auch ihren Vorteil daraus ziehen können.
Viele wichtige Schritte hat Reutte mit verschiedenen Aktivitäten rund ums Rad unternommen. 2019 wird das Radverkehrskonzept evaluiert, die Radnetzerweiterung ist derzeit in Diskussion. Bereits erfolgreiche Aktionen, wie „Reutte fährt Rad“ werden beibehalten.

Ziel.

Die zwei „es“ sind schon ein Erfolg, die Latte liegt aber höher. Bis 2021 soll auf jeden Fall ein drittes „e“ dazukommen.