Reutte wird um Wahrzeichen reicher

BM Oberer präsentierte dem GR Reutte die Skulptur

NHT „spendiert“ Skulptur für Kreisverkehr

Am 21. Oktober 2016 ist der offizielle Termin für die Wohnungsübergaben der Neue Heimat Tirol (NHT) Wohnungen in der Reuttener Gossenbrotstraße. Am selben Tag soll eine Skulptur des Künstlers Anton „Toni“ Amort, die im nahegelegenen Kreisverkehr in der Innsbrucker Straße installiert wird, offiziell der Bevölkerung präsentiert werden. Die Kosten für die Skulptur wird die NHT übernehmen – die Gemeinde hat also nur noch für das Fundament und die Beleuchtung zu sorgen.

Der Kreisverkehr in der Innsbrucker Straße bei der Ortseinfahrt Reutte Süd wirkt noch etwas trist und unvollständig. Den Besuchern des Bezirkshauptortes springen ausschließlich Firmenlogos ins Auge, was optisch nicht besonders ansprechend und auch nicht unbedingt repräsentativ für die Region ist. Das soll sich, wenn es nach BM Oberer geht, aber schon bald ändern.

Kunst am Bau. Denn unter der Schirmherrschaft von „Kunst am Bau“ soll eine knapp sechs Meter hohe Skulptur von Toni Armort installiert werden. „Kunst am Bau“ ist ein bundesweites, seit vielen Jahren erfolgreiches Projekt, das für ein gleichberechtigtes, partnerschaftliches Miteinander von Architektur und Kultur an öffentlichen Gebäuden eintritt. Die Plastik des aus Matrei am Brenner stammenden Künstlers zeigt einen aus Metallbauteilen gefertigten Globus mit 2,5 bis drei Metern Durchmesser. Im Zentrum der Kugel soll eine Familie abstrakt dargestellt sein. Ein ganz ähnliches Kunstwerk schmückt bereits einen Kreisverkehr in Imst.

Zwei auf einen Streich. Am 21. Oktober 2016 ist der offizielle Termin für die Präsentation der Skulptur und gleichzeitig der Tag der Wohnungsübergaben der NHT Wohnungen in der nahegelegenen Gossenbrotstraße. Dass beide Termine auf denselben Tag fallen, ist natürlich kein glücklicher Zufall, sondern so beabsichtigt. Denn die NHT wird für die Skulptur, deren Kosten sich auf 25000 Euro belaufen dürften, zur Gänze aufkommen.

Viel Kultur für wenig Geld. Die Marktgemeinde Reutte müsste demnach ausschließlich für ein geeignetes Fundament und die Objektbeleuchtung sorgen. Mit der Realisierung dieses Projektes wäre der Bezirkshauptort in jedem Fall um eine Attraktion reicher und der Ortseingang optisch wesentlich ansprechender.