Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Reutte | Chronik | 10. September 2019 | Sabine Schretter

Die Restaurierung des Köpflehauses in Höfen schreitet voran

Das Restauratorenteam und Anton Walch bemühen sich um die Rettung der Fassaden des Köpflehauses in Höfen.
RS-Foto: Wagner
Galerie Köpflehaus. Fotos: Walch
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Wertvolle Fassadenfresken werden erhalten und für die Nachwelt gerettet


Josef Anton Köpfle (1757 bis 1843) war einer der berühmtesten Außerferner Fassadenmaler und Schüler Johann Jakob Zeillers. Seine Kunst zeigt sich auch an den beiden Fassadenseiten seines Höfener Wohnhauses. Diese Fassaden werden derzeit restauriert (die RUNDSCHAU berichtete).

Das Team rund um Paul Oberhollenzer von der Südtiroler Firma Artes nimmt sich dabei nicht nur der einzigartigen Fassadenmalerei an, sondern kümmert sich auch um die teilweise desolate Bausubstanz.
In Zusammenarbeit mit einem Bauphysiker von der Universität Innsbruck wurde der Sockelbereich des Hauses genau untersucht, um Art und Menge der Versalzung (Streusalzschäden) zu ermitteln. Der Putz im Sockelbereich musste komplett entfernt werden und dieser anschließend rekonstruiert werden.
Reinigen, hinterfüllen, restaurieren.

Vor etwa zwei Wochen begannen die Restaurationsarbeiten an den Fresken mit dem Aufbau der Gerüste. Zunächst wurden die von Köpfle auf feuchtem Putz aufgetragenen Malereien und Putzstellen gereinigt. Der Putz war beim Bau des Hauses auf Holz aufgetragen worden und ist daher sehr labil. Um Risse im Mauerwerk zu schließen, müssen zunächst dahinterliegende Hohlstellen hinterfüllt und gefestigt werden. Erst dann können Restauratoren die Mauerrisse und schadhaften Putzoberflächen schließen und mit der Rekonstruktion bzw. Restaurierung der Fresken beginnen. Labile Malschichten werden mit Kieselsäuregel gefestigt, fehlende Malschichten rekonstruiert bzw. retuschiert und in den Bestand integriert. Eine besondere Herausforderung bei der Restaurierung des Köpflehauses stellen die Hinterfüllung der Hohlräume und die Festigung der desolaten Putzschichten dar. Ziel sei es, so viel Originales wie möglich wiederherzustellen und so wenig wie nötig zu rekonstruieren, verrieten die Restauratoren im Gespräch mit der RUNDSCHAU.
Anzumerken ist, dass sich auch im Inneren des Hauses ein Kleinod in Form einer alten Stube mit Malereien an der Decke befindet.
Im Plan.

Das Restaurationsteam liegt gut in der Zeit und hofft auf die komplette Fertigstellung der Fassaden des Köpflehauses bis Mitte Oktober.
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