Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Reutte | Chronik | 11. Oktober 2021 | Uwe Claus

Einweihung Untermarkt

Den Schlusspunkt der Feierstunde setzten Bürgermeister Salchner und sein Vorgänger Luis Oberer (links), zusammen mit Nora Schonger und Martin Jäger als Vertretern der zukünftigen Generationen, mit dem Versenken des letzten Pflastersteins mit der Gravur „Neugestaltung Untermarkt 2020/2021“. RS-Foto: Claus
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Das neu gestaltete Zentrum von Reutte wurde feierlich eingeweiht

„Möge der neue Untermarkt ein Schaufenster für unser lebens- und liebenswertes Reutte sein – als Symbol für Rücksichtnahme und harmonisches Zusammenleben aller Generationen und Bevölkerungsgruppen“– war der Wunsch von Bürgermeister Günter Salchner anlässlich der feierlichen Eröffnung der neu gestalteten Begegnungszone Untermarkt.
Von Uwe Claus.
Musikalisch umrahmt von der Bürgermusikkapelle, begleitet von Abordnungen der Reuttener Traditionsvereine sowie einer interreligiösen Segnung stand der Begriff „Begegnungszone“ im Mittelpunkt aller Festansprachen. LH-Stv. Ingrid Felipe bezeichnete die neue Begegnungszone sogar als das „Herz des Ortskerns von Reutte“. Den Schlusspunkt setzte Bürgermeister Salchner – zusammen mit seinem Vorgänger Luis Oberer und zwei jugendlichen Reuttenern – mit dem symbolträchtigen „Versenken“ des letzten Pflastersteins mit der Gravur „Neugestaltung Untermarkt 2020/2021“ auf der Höhe des Hotels Goldener Hirsch.
Mit dem Abschluss des größten Infrastrukturprojekts der letzten Jahre (mit einem Kostenaufwand von 5,5 Mio. Euro) wurde ein großer Schritt zu mehr Barrierefreiheit im öffentlichen Raum getan. „So eine massive Um- und Neugestaltung, verbunden mit einer deutlichen Qualitätsverbesserung, ist das Ergebnis eines großen gemeinsamen Engagements und einer funktionierenden Zusammenarbeit auf allen Ebenen“, stellte Bürgermeister Salchner fest. Sein besonderer Dank galt „Altbürgermeister“ Luis Oberer, der bei diesem großen Vorhaben vorausmarschiert sei. In seinen Dank schloss er auch die Bewohner und Geschäftstreibenden am Untermarkt für ihre Geduld während der Bauphase ein. Er vergaß auch nicht darauf hinzuweisen, dass in der Begegnungszone alle Verkehrsteilnehmer – vom Fußgänger über den Radfahrer und Autofahrer sowie spielende Kindern oder bummelnde Eltern – eben gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer seien. „Damit wird der Untermarkt auch zu einem außerschulischen Lernort für Rücksichtnahme – nicht nur für Kinder, sondern vor allem für Erwachsene“, betonte Salchner.

Begegnungszone.
Nach dem Abspielen der in „Untermarkt-Hymne“ umbenannten Europahymne „Freude schöner Götterfunken“ und der anschließenden Segnung durch Dekan Franz Neuner, den evangelischen Pfarrer Matthias Stieger sowie den türkischen Imam Hasan Hüseyin schilderte Architekt Clemens Kolar den Ablauf der Baumaßnahme, die auf 9000 m2 eine attraktive Mitte für Reutte bedeute. Nach Planungsbeginn im September 2019 sei durch effiziente Zusammenarbeit innerhalb von neun Monaten ein Projekt umgesetzt worden, das an Raum und Qualität ein Vorzeigeprojekt sei. Zuvor hatte  LH-Stv. Felipe schmunzelnd festgestellt, dass es in den momentan turbulenten politischen Zeiten schön sei, bei etwas dabei sein zu können, bei dem Demokratie funktioniere. Die Umsetzung des Projekts Untermarkt habe zwar viel Überzeugungsarbeit benötigt, es  wurde jedoch ein ganz großes Stück Lebensqualität geschaffen. Nach ihrem Dafürhalten wurden nicht nur viele positive Kräfte freigesetzt, sondern auch die Möglichkeit zur Wertschätzung, Achtsamkeit, Respekt und Anstand in dieser neuen Begegnungszone geschaffen – sozusagen ein Übungsort für Demokratie.  Ähnlich äußerte sich auch Nationalrätin Elisabeth Pfurtscheller, nämlich, dass mit der neuen Konzeption am Untermarkt eine Grundlage für ein friedliches Miteinander geschaffen wurde, das es nun mit Leben zu füllen gelte. „Es war eine mutige Entscheidung aller Verantwortlichen, die der Bund mit 700.000 Euro bezuschusste“, betonte sie. Mit einem gemeinsamen Marsch, voran die Bürgermusikkapelle Reutte unter Führung von Kapellmeister Johannes Petz, begaben sich die Vereine zusammen mit vielen Gästen und Einwohnern von Reutte zum Beginn der Begegnungszone am Kreisverkehr beim Marktgemeindehaus, um dem Setzen des letzten Pflastersteins beizuwohnen.
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