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Reutte | Chronik | 15. Feber 2021 | Sabine Schretter

Fasching 2021 – leiser, aber nicht lautlos

Sie ist heuer noch einmal davon gekommen: Die Hex` wird erst 2022 in Pinswang wieder verbrannt. Fotos: alle RS-Archiv
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Fasching Gungler Zuderer Funkensonntag Scheiben schlagen Rosenmontagskränzchen
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Kein Faschingstreiben, kein Scheibenschlagen – aber kreative Ideen für den „anderen Fasching“

Vor einem Jahr war es noch möglich, die beliebten Faschingsumzüge in zahlreichen Gemeinden, die Kinderfaschingsfeste und die Rosenmontagskränzchen zu veranstalten. In Höfen war der Gungler los, in Weißenbach der Zuderer, am Funkensonntag wurden Hexen verbrannt und Scheiben geschlagen und in Musau machten sich die Bareibuben auf den Weg.
Von Sabine Schretter.
Ja, in diesem Jahr ist alles anders! Kein Umzug am „Unsinnigen“ durch Reutte, keine ausgelassene Faschingsparty im Iglu in Wängle. Was macht der Zuderer 2021, was der Gungler? Hat heuer die Hex’ gar Glück und wird nicht verbrannt – und wie steht es um das einzigartige Brauchtum des Bareigangs „i der Muese“? „Hui Haxn!“ ruft die Faschingsgilde Reutte – der Faschingsumzug wurde heuer ins Wohnzimmer geholt. Reeins.tv strahlte täglich Berichte der Umzüge 2019 und 2020 aus. Das macht nicht nur Spaß, sondern auch Vorfreude auf den Faschingsumzug 2022. Der Höfner Gungler darf immer vom 11. November bis zum Kehraus aus dem Schwabenland in seine Heimat Höfen zurückkehren und ein bisschen sein Heimweh lindern. Das hat er auch heuer gemacht – nur ohne große Wiedersehensparty. Trotzdem war die Freude groß. Und erst die Vorfreude auf die Party 2022 – die ist schon heute riesengroß! Man hat ihn auch in diesem Jahr ausgegraben – den Zuderer in Weißenbach. Das beweist ein Video. Ob man ihn auch wieder eingraben wird? „Vivat hoch! D’ Hex’ hat Durscht, sie will a lange, lange Wurscht!“ – auf diesen Ruf der Pinswanger Schulkinder muss man heuer leider auch verzichten. Die Hex’ freut’s – sie muss heuer nicht brennen. Am Funkensonntag, das ist der erste Sonntag nach dem Aschermittwoch, werden vielerorts – in Pinswang, Musau, Weißenbach, Ehrwald, Jungholz – Scheiben geschlagen und damit der Winter ausgetrieben. Auch wenn das traditionelle Scheibenschlagen 2021 ausfällt, wird doch auch heuer der Winter wieder dem Frühling weichen. Auch die Bareibuben in Musau ziehen am heurigen Rosenmontag nicht mit ihren spitzen Hüten, Hörnern und Säbeln von Haus zu Haus, um die finsteren Mächte, Perchten und Bareien auszutreiben. Aber 2022 wird dieser Brauch des Bareigangs, der aus dem Allgäu kommt und den man nur in Musau kennt, wieder gepflegt. 2022 wird hoffentlich alles wieder gut.
 
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