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Reutte | Chronik | 12. Oktober 2020 | Sabine Schretter

Forschung inspiriert Schule

Forschung inspiriert Schule
Schulleiterin Miriam Koch und Projektbegleiterin Gerda Bubendorfer (v.l.) freuen sich über die Verleihung des Young Science-Gütesiegels. RS-Foto: Schretter
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Mittel- und Sportmittelschule erhielt Young Science-Gütesiegel für Projekt Black.Ice

Sie haben mehr als zwei Jahre gemeinsam mit einem Team der Universität Innsbruck an ihrem Projekt „Black.Ice“ gearbeitet. Begleitet und betreut wurden die Schüler der Mittel- und Sportmittelschule Königsweg in Reutte von ihrer engagierten Lehrerin Gerda Bubendorfer. All die Arbeit hat sich gelohnt: Am vergangenen Mittwoch erhielt die Schule virtuell das Young Science-Gütesiegel.
Von Sabine Schretter.
Dieses Gütesiegel zu bekommen, ist gar nicht so einfach, gilt es doch, anspruchsvolle Bewertungskriterien zu erfüllen: Die Schule muss in Kooperation mit Forschungspartnern an einem Forschungsprojekt arbeiten bzw. ein Projekt an der Schule installieren. Auch Nachhaltigkeit ist gefordert, Maßnahmen für eine weiterführende wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen sollen erarbeitet und umgesetzt werden. Das Gütesiegel ist zwei Jahre gültig. Will die Schule das Gütesiegel behalten, muss man sich also weiterentwickeln. Prämierte Schulen sollten sich daher Gedanken über weitere Projekte machen. Aufgrund der Corona-Pandemie erfolgte die Gütesiegelverleihung virtuell. Für ein dennoch gemütliches Beisammensein sorgten die „Care-Pakete“ – gefüllt mit Knabbereien, Getränken und einem Schilcher Sekt. Im Anschluss an die Verleihung wurden die Sektflaschen geöffnet und gemeinsam auf die Erfolge der Schulen angestoßen.

Forschung inspiriert.
Schule meets Wissenschaft: Was auf den ersten Blick abstrakt anmutet, ist ein Erfolgsmodell. Die Zusammenarbeit der Schüler mit Forschenden und Wissenschaftlern ermöglicht einen Blick in die faszinierende Welt der Forschung, hilft Schülern, ihren Blick zu schärfen, zu beobachten und zu hinterfragen. Wissenschaft spielt in der Gesellschaft eine große Rolle. In die Forschung wird viel investiert, Wissenschaftler tauschen sich mit der Bevölkerung aus – gerade seit der Corona-Krise ist dies tagtäglich zu bermerken. Wissenschaft auszuprobieren, Schüler schon früh damit zu konfrontieren und dafür  zu begeistern, hilft der gesamten Gesellschaft. All dies funktioniert aber nur, wenn es in den Schulen innovative Partner – Lehrpersonen, Schulleitungen, Eltern – gibt. An der Mittel- und Sportmittelschule Königsweg ist dies gelungen. Das erlangte Güte-siegel wird als Beweis schon bald am Schuleingang prangen.

Black.Ice.
„Frontfrau“ Gerda Bubendorfer brannte von Anfang an für das Projekt „Black.Ice“, das sich mit dem durch Mikroorganismen beschleunigten Gletscherschwund befasste. In Kooperation mit einem Team der Universität Innsbruck – Birgit Sattler, Clemens Weisleitner, Sabine Obwegeser – arbeiteten die Schüler der 1. und 2. Klassen gemeinsam am Projekt. Mit viel Fingerspitzengefühl und Begeisterung führten die Wissenschaftler die Schüler in die bis dahin unbekannte spannende Welt der Wissenschaft. Neben der Arbeit an der Schule selbst standen Exkursionen zur Uni Innsbruck, inklusive Labor- und anschließendem Christkindlmarktbesuch, die Teilnahme an der langen Nacht der Forschung und eine zweitägige Exkursion zum Jamtalgletscher auf dem Programm. An der Schule gestalteten die Schüler mehrere Abende, an denen sie ihren Eltern, ihren Schulkollegen und den Lehrpersonen ihr Projekt und die Fortschritte präsentierten. Gerda Bubendorfer war mit Leib und Seele dabei, ihre Begeisterung sprang auf die Schüler über und war auch bei der Gütesiegelverleihung spürbar. Sie bedankte sich beim Team der Universität Innsbruck, „das ganz maßgeblich an unserem Erfolg beteiligt war und die Schüler für die Wissenschaft zu gewinnen wusste“. Großer Dank galt auch Schulleiterin Miriam Koch und ihrem Vorgänger Hanspeter Wagner, die Gerda Bubendorfer und den Schülern immer mit Rat und Tat zur Seite standen und sich von der Begeisterung für Black.Ice anstecken ließen. Die Jury des Young Science-Zentrums für Zusammenarbeit von Wissenschaft und Schule zeigte sich von der großen Begeisterung und der positiven Dynamik beeindruckt. Gerda Bubendorfer verriet, dass bereits ein neues Projekt in der Pipeline sei: Nicht ganz so groß und hoch dotiert und aufgrund der Corona-Situation unter etwas anderen Bedingungen, jedoch nicht minder spannend – dieses neue Projekt hat wieder mit dem Ewigen Eis zu tun und beschäftigt sich mit dem Plastikmüll auf den Gletschern. „Für dieses Projekt wählen wir fünfzehn interessierte Schüler aus und werden wieder mit den Uni-Leuten zusammenarbeiten. Im Juni 2021 fahren wir wieder auf den Jamtalgletscher. Dort werden wir Proben nehmen und diese dann im Labor der Universität Innsbruck auswerten. Ich freue mich schon auf dieses spannende Projekt!“, verrät Gerda Bubendorfer.
Die RUNDSCHAU gratuliert Mittel- und Sportmittelschule, Gerda Bubendorfer und den Schüler herzlich zum Young Science-Gütesiegel.
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