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Reutte | Chronik | 7. Feber 2022 | Sabine Schretter

Gemeinsam stark sein - Innovationszentrum unterstützt Jungunternehmer

Gemeinsam stark sein - Innovationszentrum unterstützt Jungunternehmer
Sie sind gemeinsam stark: Michael Zimmermann und Reinhild Astl vor dem Innovationszentrum in Pflach. Foto: s'FotoStudio by Dominik Somweber
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Innovationszentrum in Pflach unterstützt Jungunternehmer in ihrem Werdegang - Michael Eberle-Zimmermann nutzte das Angebot und startet jetzt als selbstständiger Unternehmer durch

Vom Lateinischen innovare – erneuern – leitet sich der Begriff Innovation ab. Innovation meint, Ideen und Konzepte wirtschaftlich umzusetzen. Wer, wie Michael Eberle-Zimmermann, diesen Schritt wagen möchte, findet im Innovationszentrum (IC) in Pflach beste Bedingungen dafür.
Von Sabine Schretter.
Im Jahr 2000 wurde das Innovationszentrum (IC) in Pflach eröffnet und unterstützt seitdem mit einem umfangreichen Leistungsangebot Jungunternehmer verschiedener Branchen. „Das ist der Urgedanke des Innovationszentrums – junge Menschen mit Förderungen, einem guten Netzwerk und Räumlichkeiten bei der Gründung eines Unternehmens zu unterstützen“, erklärt Pflachs Vize-Bürgermeisterin Reinhild Astl, der auch die Gebäudeverwaltung des Innovationszentrums obliegt. Zentral ist in erster Linie, Räumlichkeiten zu sehr attraktiven Mietkonditionen zur Verfügung zu stellen und damit die finanziellen Belastungen gerade in der Startphase zu reduzieren. „ Jungunternehmern wird so die Entscheidung, sich selbstständig zu machen, erleichtert. Die Mietpreise sind, wenn die Räumlichkeiten im Innovationszentrum  bezogen werden, niedrig.  Mietpreissteigerungen gibt es in sehr moderaten Schritten“, so Pflachs Bürgermeister Helmut Schönherr gegenüber der RUNDSCHAU. Hat sich ein Unternehmen nach ein paar Jahren etabliert, kann der nächste Schritt – vom Innovationszentrum hinaus in die Region – gesetzt werden. „Es ist aber keineswegs ausgeschlossen, dass Unternehmer im IC bleiben. In dem Fall wird der Mietpreis für die Räumlichkeiten dann auf den normalen Standard angehoben“, führt Schönherr weiter aus. Dass Unternehmen in der Region oder auch im Ort bleiben, fördert die Wirtschaft. „Für Pflach ist es  eine gute Werbung, Keimzelle oder Geburtshelfer für Existenzgründer zu sein“, freut sich der Ortschef.

Flexibel vernetzt.
Mit einem starken Netzwerk und großer Flexibilität ist das IC in Pflach ein idealer Partner für Jungunternehmer und Existenzgründer. Die Wege zur Gemeindeführung und der Regionalentwicklung Außerfern (REA) – beide Institutionen sind auch im IC angesiedelt – sind kurz, Anliegen und Fragen können rasch und vor Ort geklärt, Synergien gut genutzt werden. Jungunternehmer erhalten niederschwellig wichtige Informationen. „Wir öffnen Jungunternehmern ein Fenster. Dass wir damit auf dem richtigen Weg sind, zeigt unsere sehr gute Auslastung. Unser Angebot wird gut genutzt und angenommen“, ist Reinhild Astl überzeugt.

Sicheres Gefühl.
Einer, der das aus tiefstem Herzen bestätigen kann, ist der Medizinische Masseur und Heilmasseur Michael Eberle-Zimmermann. Ihn bezeichnet Reinhild Astl als Paradebeispiel für die Grundidee des Innovartionszentrums: Michael Eberle-Zimmermann richtete 2016 seine Praxis im IC ein und wagt jetzt – im neu errichteten Wohnhaus mit angeschlossener Praxis – den nächs-ten Schritt, den Sprung in die Selbstständigkeit. „Ich bin ein auf Sicherheit bedachter Mensch. Als ich 2016 hier im Innovationszentrum angefangen habe, war schon auch ein bisschen Angst dabei“, erzählt Michael Eberle-Zimmermann der RUNDSCHAU. Als ausgebildeter Sozialbetreuer war er  damals auch für die Lebenshilfe tätig, die am IC den Arbeitsstandort „Arbeit Pflach“ unterhält. Als Arbeitgeber kam die Lebenshilfe Michael Eberle-Zimmermann sehr entgegen. „Ich konnte meine Arbeitsstunden reduzieren, hatte dennoch mein fixes Einkommen und damit Sicherheit und Zeit, mich um meine  Praxis zu kümmern. Dafür bin ich der Lebenshilfe sehr dankbar. Wenn man ganz am Anfang steht, helfen solche unkomplizierten Angebote, wie flexible Arbeitszeiten, nutzbare Werbeflächen vor und im Haus, oder Beschilderungen, die man nicht selber anbringen muss, sehr. Man hat so viel zu organisieren und bedenken und ist einfach sehr froh, wenn einem Dinge, die zusätzlichen Zeitaufwand bedeuten, abgenommen werden“, ergänzt Michael Eberle-Zimmermann. Besonders geschätzt habe er das sehr günstige Mietangebot ohne Knebelverträge. „Es dauerte bei mir ca. zwei Jahre, bis ich als Unternehmer finanziellen Profit machte. Dass die Gemeinde einem hier mit dem Mietpreis so weit entgegenkommt, erleichtert die ersten Jahre sehr.“  Diese Benefits weiß Michael Eberle-Zimmermann wohl zu schätzen, nutzte sie und konnte für sich und seine Familie nicht nur den Traum vom eigenen Haus in Pflach, sondern auch den der eigenen Praxis, die er demnächst eröffnet, verwirklichen. „Wir fühlen uns in Pflach sehr wohl und gut aufgehoben. Wir sind hier angekommen. Daher wird Pflach unser Lebensmittelpunkt sein. Wir sind sehr stolz auf unser Haus, das wir ausschließlich mit heimischen Firmen gebaut haben, und wir sind stolze Pflacher!“ „Neustart,  Arbeit, Wohnen, gemeinsam stark sein und voneinander profitieren. Das ist der Grundgedanke eines Innovationszentrums. Dass dieser zukunftsweisend ist, dafür ist Michael Eberle-Zimmermann das beste Beispiel “, freut sich Reinhild Astl mit dem jungen Unternehmer. Eine detaillierte Vorstellung und Präsentation der neuen Praxis Michael Eberle-Zimmermanns in Pflach Innerwand folgt in einer der nächsten Ausgaben der RUNDSCHAU.
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